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Alitalia-Piloten drohen mit Streiks gegen CAI

APA (epa)
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Der Streit zwischen der italienischen Investoren Gruppe CAI und den Fachgewerkschaften der Piloten und der Flugbegleiter der bankrotten Alitalia eskaliert. Nachdem sich die Fachgewerkschaften am Freitag geweigert hatten, das Arbeitsvertragsmodell der CAI zu unterzeichnen, drohten sie mit Protestaktionen. Wenn nötig wollen sie den gesamten nationalen Flugverkehr lahmlegen.

Mit dieser Maßnahme wollen die Gewerkschaften erneute Verhandlungen mit der CAI erzwingen und den im September unterzeichneten Rettungsplan verbessern. Die Investoren hatten bis Freitagnacht mit den Gewerkschaften über einen Sozialplan verhandelt, der Kriterien für die Übernahme der Mitarbeiter vorsieht. Erst nach Vermittlung der italienischen Regierung konnte sich die CAI mit vier Gewerkschaften einigen. Allerdings steht eine Einigung mit den rund 4.800 Piloten und Flugbegleitern noch aus.

CAI-Präsident Roberto Colaninno ließ sich nicht beeindrucken. Sollten die Fachgewerkschaften der Alitalia dem Arbeitsvertragsmodell nicht zustimmen, sei das Investorenkonsortium bereit, Piloten des Billigfliegers Ryanair einzustellen, sagte er. Die neue Alitalia werde 12.628 Personen beschäftigen.

Wer dem Arbeitsvertragsmodell nicht zustimme, werde im Fall des Jobverlustes die von der Regierung Berlusconi zugesicherten sozialen Ausgleichsleistungen nicht erhalten. Im Rahmen der Übernahme der Alitalia sollen 3.350 Stellen gestrichen werden.

Colaninno versicherte, dass die neue Alitalia, die aus der Fusion mit der privaten Fluggesellschaft Air One entstehen soll, am 1. Dezember starten werde. In den nächsten Wochen werde CAI auch den Namen des ausländischen Partners bekanntgeben, der einen 20-prozentigen Anteil an der neuen Fluggesellschaft übernehmen soll. "Sowohl Air France-KLM als auch Lufthansa sind extrem interessante Partner. Wir werden bis Ende November eine Entscheidung treffen", sagte Colaninno am Dienstag.

(APA)