Schnellauswahl

Kleinere technische Probleme bei der Stimmabgabe

US-Wahlen
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In einigen Wahlkreisen in New Jersey funktionierten die Wahlmaschinen nicht. In Virginia kam es zu einer juristischen Auseinandersetzung um die Öffnungszeiten der Wahllokale.

Bereits kurz nach Öffnung der Wahllokale in den Staaten entlang der US-Ostküste haben Wahlhelfer erste Schwierigkeiten gemeldet. So mussten die Wähler in einigen Wahlkreisen in New Jersey auf Wahlzettel aus Papier ausweichen, weil die Wahlmaschinen nicht funktionierten.

 

 

In New York erklärte eine Sprecherin der Wahlkommission, die Menschen hätten sich in einigen Wahlkreisen schon gegen 04 Uhr früh angestellt, um lange Wartezeiten zu vermeiden. "Bis 07:30 Uhr heute Morgen hatten wir so viele Wähler wie 2004 gegen Mittag", sagte der Wahlhelfer John Ritch in Chappaqua, New York.

Im Großen und Ganzen hielten sich die technischen Probleme aber trotz der hohen Wahlbeteiligung offenbar in Grenzen. Aus den Staaten Florida, Missouri, Ohio und Virginia, in denen sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem demokratischen Kandidaten Barack Obama und seinem republikanischen Konkurrenten John McCain andeutete, wurden zunächst keine größeren Vorkommnisse gemeldet. In Ohio seien "auf unerklärliche Weise" Wähler von den Registrierunglisten gestrichen worden, berichtete die Wahl-Website 866ourvote.com. In Virginia funktionierten einige optische Lesegeräte der Wahlcomputer nicht richtig, manche Wahlbüros öffneten erst mit Verspätung. Auch aus zwei Bezirken in Sarasota im Bundesstaat Florida kamen Berichte über defekte Wahlmaschinen, die ersetzt werden mussten.

Gerichts-Streit in Virginia

Zu einer juristischen Auseinandersetzung kam es im umkämpften Staat Virginia. Dort lehnte es ein Richter am Montagabend ab, in mehrheitlich von Schwarzen bewohnten Stadtteilen die Öffnung der Wahllokale zu verlängern oder zusätzliche Wahlmaschinen aufstellen zu lassen.

Geklagt hatte die Nationale Vereinigung für die Förderung Farbiger (NAACP). Die Organisation erklärte, in diesen Wahlkreisen könne es zu einem Ansturm auf die Wahllokale kommen. Der Richter wies jedoch die Wahlhelfer an zu verbreiten, dass jeder, der bis 19.00 Uhr in der Schlange stehe, seine Stimme noch abgeben könne.

Ebenfalls in Virginia forderte das Wahlkampfteam von John McCain vor Gericht, dass Briefwahlstimmen aus dem Ausland, die bis zum 14. November eintreffen, noch in die Zählung einfließen.

(Ag.)