Wiener "Fest der Pferde" mit Sponsorenabgängen

Vor knapp einem Jahr zog Veranstalter Peter Nidetzky nach der 22. Auflage seines "Fest der Pferde" in der Wiener Stadthalle eine überaus positive Bilanz und dachte für 2008 gar an die Aufstockung auf ein CSI-5*-Turnier. Doch nach dem Abgang von zwei wichtigen Sponsoren und der Reduzierung eines Engagements fehlten plötzlich rund 150.000 Euro in der Budgetkasse.

Nidetzky hat aber Ersatz aufgetrieben, im Hintergrund den Sparstift angesetzt und so rund 40.000 Euro eingespart. Der Hauptsponsor, die liechtensteinische Bank LGT, hat sich nach einer Steueraffäre noch vor der Finanzkrise zurückgezogen, auch die Casinos Austria haben ihr Jahrzehnte langes Sponsoring eingestellt und die Österreichischen Lotterien haben ihre Unterstützung halbiert.

Nidetzky will seinen treuen Besuchern, im Vorjahr waren es 22.740, beim Sparen helfen und führt den Familiensonntag ein: Zwei Erwachsene dürfen ihre Kinder kostenlos mitnehmen. Die im Vorjahr noch geplante Vergrößerung des Reitplatzes und des Logenbereichs ist jedoch verschoben worden.

Dass diesmal kein Reiter aus den Top Ten am Start ist, hat aber weniger mit dem Turnier selbst als mit der Konkurrenz auf dem Turniersektor zu tun. Der Weltcup-Event in Verona, ein ebenfalls CSI-4* in Lüttich und auch einige Übersee-Veranstaltungen sind starke Konkurrenz.

Mit u.a. Robert und John Whitaker (16. bzw. 18. im Ranking) und Robert Smith (alle England), Beat Mändli und Willi Melliger (beide SUI), Franke Sloothaak und Thomas Mühlbauer (beide GER) hat man aber trotzdem wieder starke Reiter in Wien und außerdem setzt Wien ja schon seit Jahren auf die perfekte Mischung aus Sport und Show. Auch die Dressur, u.a. mit der dänischen Prinzessin Natalie zu Sayn Wittgenstein, der Dressur-Bronzegewinnerin mit der Mannschaft in Hongkong, sowie Österreichs Elite, ist gut besetzt.

(APA)

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