Nur 10 Prozent aller Festgenommenen rufen an.
Enttäuscht zeigt sich die Vereinigung österreichischer Strafverteidiger über die im Juli eingerichtete Anwalts-Hotline: Nur zehn Prozent aller Festgenommenen hätten sich trotz eines mehrsprachigen Informationsformulars an sie gewandt. Dabei sei die telefonische Erstberatung für den Beschuldigten uneltgeltlich. Die Anwälte fordern einen Umdenkprozess bei der Polizei: Sie solle gegebenenfalls den Beschuldigten sogar ermutigen, den anwaltlichen Journaldienst in Anspruch zu nehmen. Schließlich sei eine objektive Sachverhaltsermittlung unter bestmöglicher Wahrung der Beschuldigtenrechte Aufgabe der Polizei.
Neue Mitglieder im Vorstand
Bekannt gegeben wurde von der Vereinigung der Strafverteidiger auch, dass der bestehende Vorstand in der Generalversammlung bestätigt und durch zwei neue Mitglieder (Nadja Lorenz und Alexia Stuefer) erweitert wurde.