Familienunternehmen: Wenn Spak Spak kauft

(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)
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Gabelbissen-Firma bekommt alten Besitzer zurück.

Wien.Für die gesunde, leichte Küche ist das alles eher ungeeignet: Gabelbissen, Mayonnaise, Dressing, Wurstsalat. Aber so war es schon immer, genauer gesagt seit 1935, das Sortiment von Spak, und so wird es auch bleiben.

Eines aber ändert sich: „Spak“ bekommt einen neuen Eigentümer. Den alten nämlich. Die Familie Spak kauft ihr Familienunternehmen mit Sitz in Wien-Simmering und Tschechien wieder zurück, das sie erst 2006 an die Mautner-Markhof-Tochter Matmar verkauft hatte. Um kolportierte (und nie bestätigte) 18 Millionen Euro.

Derzeit wird gerade der Rückkauf ausverhandelt, der „zu 99,9 Prozent fix ist“, wie Hans Peter Spak sagt. Viel mehr sagt er dazu nicht, da die Verhandlungen gerade am Laufen seien. Den Grund für die plötzliche und ungewöhnliche Wiederübernahme formuliert er so: „Weil man das, was man aufgebaut hat, am Leben erhalten will.“ Heißt das, Mautner Markhof hätte Spak (Jahresumsatz: 45 Millionen Euro „oder ein bisschen mehr“) geschlossen? Dazu will Spak nichts sagen. Auch nicht zu dem Gerücht, dass die Spaks ihr Unternehmen nun um den halben Preis zurückkaufen. Ende November soll der Kauf über die Bühne gehen, Spak senior wird dann die Geschäfte führen.

Das tut er derzeit, gemeinsam mit Sohn Peter, bei einem weiteren Traditionsbetrieb, der Pastetenmanufaktur „Hink“, die sie 2007 übernommen und für zwei Mio. Euro modernisiert haben. Das hochwertige, aber auch nicht gerade kalorienarme Pastetensortiment wurde dabei um leichtere Sorten ergänzt. Etwas, sagt Spak, das man sich auch für die Spak-Feinkost überlegen werde. Gabelbissen light also. [Bruckberger]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2008)

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