Christkindlmärkte: Rathaus & Co. sperren auf

Kaum Nachfrage nach Stenzels Designhütten.

WieN.Die meisten stehen schon. Ab morgen, Donnerstag, werden sie der Reihe nach eröffnet: Wiens Weihnachtsmärkte und Punschstände. Wobei designtechnisch gilt: Alles beim Alten. Denn das moderne Punschhüttenmodell „Citystand“, im Vorjahr von City-Bezirkschefin Ursula Stenzel (VP) vorgestellt und propagiert, um den „Alpinlook“ in der Stadt zu verdrängen, stößt auf wenig Interesse.

Nur bei sechs der wienweit rund 250 Stände kommt das von Studenten der Angewandten entworfene Hüttenmodell aus dunklem Holz zum Einsatz. Stenzel hatte im Vorjahr mit „50 bis 100“ in der heurigen Saison gerechnet. „Der Change-Prozess ist noch nicht abgeschlossen, heuer gibt es eine gewisse Verzögerungsphase“, sagt dazu Stenzels Sprecherin. Bernhard Ecker, Hüttenhersteller und -vermieter, der auch die neue Designhütte vertreibt, formuliert es drastischer: „Es ist keinerlei Interesse da.“ Auf Stenzels Wunsch hätte er 50 bis 100 Hütten bauen sollen. Was er aber nicht gemacht hat: das Risiko, auf den Designhütten sitzen zu bleiben, war ihm zu groß. Zu Recht, wie sich nun zeigt.

Jene fünf Standbetreiber, die 2007 die neuen Designhütten getestet hatten, waren offenbar zufrieden und buchten diese wieder, ein sechster ist dazugekommen. Aufgestellt werden die Designhütten unter anderem am Hohen und am Neuen Markt.

Eine andere moderne Variante der klassischen Punschhütte gibt es traditionell beim „Winter im MQ“ im Musemsquartier, der morgen, Donnerstag, als erster in die Saison startet; Eisstockschießen und Eisbar wie gewohnt inklusive.

Danach vergeht fast kein Tag ohne eine weitere Adventmarkteröffnung: 21Weihnachtsmärkte wurden vom Marktamt bisher bewilligt, am Freitag wird das erste Mal Punsch auf dem Markt in der Mahlerstraße (1. Bezirk) und in der Favoritenstraßeausgeschenkt.

Der besucherstärkste Markt – der „Christkindlmarkt“ auf dem Rathausplatz – sperrt am Samstag auf, wie auch der Weihnachtsmarkt am Spittelberg, im Alten AKH und auf der Mariahilfer Straße. Am Sonntag folgt der Adventmarkt Am Hof.

Nächste Woche ziehen dann der Weihnachtsmarkt zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum auf dem Maria-Theresien-Platz nach, der am Mittwoch zur Eröffnung lädt. Am Freitag, dem 21. November, folgen unter anderem der „Altwiener Christkindlmarkt“ auf der Freyung und jener vor dem Schloss Belvedere, tags darauf der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Schönbrunn.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.11.2008)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.