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Kränze, Reden und ein Konzert

Der neunzigste Geburtstag der Republik mit den Wiener Philharmonikern.

WIEN (hws). Mit Kranzniederlegungen und einem Festakt in der Hofburg begeht Österreich heute den 90. Jahrestag der Proklamierung des Staates „Deutschösterreich“. Namens der Länder wird Herbert Sausgruber aus Vorarlberg sprechen, die Festrede hält Johanna Rachinger, die Chefin der Österreichischen Nationalbibliothek.

Mit einem Kranz ehren Bundespräsident Fischer und die Regierungsmitglieder Karl Renner. Er stand sowohl bei der Gründung der Ersten Republik (als Staatskanzler) als auch der Zweiten Republik (als Bundespräsident) Pate.

Danach lädt Bundespräsident Fischer die Spitzen des Staates zum Festakt in die Hofburg. Dann sind Regierung und Parlament am Zug: Die Übergangsregierung Gusenbauer hält eine festliche Sondersitzung ab, um 14 Uhr eröffnet Nationalratspräsidentin Barbara Prammer die Ausstellung „90 Jahre Republik“ in der Säulenhalle des Parlaments. Die Schau wird die Besucher bis 11. April durch die turbulente Entwicklung von „Deutschösterreich“ als Rest der Monarchie bis zur EU-Integration führen. Der Schönheitsfehler: Besichtigungen sind nur im Rahmen von Parlamentsführungen möglich.

Für den musikalischen Schlusspunkt sorgen am Abend die Wiener Philharmoniker mit einem „Konzert für Österreich“. Die Auswahl (Robert Schumann und Jean Sibelius) war zweifellos wohldurchdacht.

Das Bundesheer ist ebenfalls tätig und präsentiert „CIMIC-Projekte“ (Zivil-Militärische Zusammenarbeit) im Rahmen der Auslandseinsätze. Am Montag findet an der Landesverteidigungsakademie eine Tagung zum Thema Friedenssicherung durch nachhaltige Wiederaufbauprojekte statt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.11.2008)