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Crowdsourcing: Konsumenten designen Produkte selbst

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In Japan entwickeln die Konsumenten für einen Fruchtsaft Geschmack, Verpackung und Werbeauftritt selbst. Dieser Trend ,"Crowdsourcing", kann Marktflopps deutlich reduzieren.

Wozu noch aufwendige Marktforschung und teure Produktdesigner? Der japanische Hersteller von Getränken "Calpis" lässt seine Kunden einfach selbst entscheiden, wie ein neues Produkt schmecken soll. Im Rahmen der Partnerschaft wurden Nutzer der Netz-Community Mixi aktiv an der Produktentwicklung beteiligt.

Sie wurden aufgefordert, ihre persönlichen Vorschläge für

  • Geschmacksrichtung,
  • Verpackungsdesign und sogar
  • Werbegestaltung

für eine neue Fruchtdrink-Reihe abzugeben. Resultat der Aktion ist ein Fruchtsaftgetränk, das sich aus einem Mix der Geschmäcker Apfel, Birne, Mandarine und Banane zusammensetzt.

Crowd + Outsourcing = Crowdsourcing

"Unter dem Begriff 'Crowdsourcing' kann ein Ansatz verstanden werden, bei dem das gesammelte Wissen der Masse im Internet für die Lösung konkreter unternehmerischer Aufgaben und Probleme eingesetzt wird", erklärt Markus Hübner, Webexperte und Geschäftsführer der Brand Management Agentur Brandflow.

Altes Konzept, neu aufgelegt

Vom Prinzip her sei der Ansatz eigentlich nicht ganz neu. "Vor allem kleinere Familienbetriebe nutzen schon seit langem diese Möglichkeit, um Produkte gemeinsam mit ihren Kunden entwickeln zu können", schildert Hübner. Im heutigen Web-2.0-Zeitalter habe die Crowdsourcing-Strategie aber noch einmal deutlich an Bedeutung gewonnen.

Den aktuellen Trend in Japan hält der Brandflow-Geschäftsführer für richtungweisend: "Das ist sicher eines der weltweit gesehen seltenen Projekte, wo man sieht, dass Crowdsourcing nicht nur in Teilbereichen funktioniert, sondern im gesamten Produktionsprozess."

 

 

(pte)