Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl

Home-Entertainment: Musik bis ins Badezimmer

(c) Sacha van Gennip (Rens van Mierlo)
  • Drucken

Auf der Festplatte gespeicherte Musik im ganzen Haus hören? Verschiedene Multiroom-Übertragungs-Systeme machen es möglich. Ab 30 Euro pro Box ist man kabellos dabei.

Nicht zuletzt iPod & Co. haben dazu geführt, dass sich viele Musikfreunde einerseits daran gewöhnt haben, per Knopfdruck in ihren gesamten Sammlungen zu stöbern, und andererseits diese auch immer öfter am PC gespeichert sind – mit dem Ergebnis, dass die Musik zuhause aus minderwertigen PC-Boxen am Schreibtisch plärrt, während die hochwertige Hi-Fi-Anlage im Wohnzimmer langsam verstaubt.

Stereoanlage ins Computerzeitalter holen

Um die Stereoanlage aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken, muss sie in das Computerzeitalter eintreten. Leider stehen PC und Anlage meist nicht beieinander, ja nicht einmal im selben Raum. Da trifft es sich gut, dass in der PC-Welt die Datenübertragung via Funk mittlerweile Usus ist. Es bietet sich also an, über ein „Wireless Local Area Network“, besser bekannt als Wlan, auch Musik zu übertragen. Und wenn die Musik erst mal als Datenfunkpaket herumschwirrt, ist es ein Leichtes, auch in weiteren Räumen Empfänger aufzustellen, sodass etwa auch im Bad nicht mehr selbst gesungen werden muss.

Sonos um 1000 Euro

Ein solches Multiroom-System bietet etwa Sonos an: Die Basisstation wird dabei an die Stereoanlage angeschlossen, weitere Empfänger mit integriertem Verstärker benötigen nur noch Boxen, um andere Räume zu beschallen. Herzstück des Systems – und für den praktischen Wert ausschlaggebend – ist der Sonos-Controller, eine interaktive Fernbedienung mit eigenem Display. Mit dieser kann der Benutzer Musiktitel oder Playlists auswählen, und muss nirgendwo im Haus die bequeme Titelauswahl missen, die er am PC oder beim iPod zu schätzen gelernt hat. Speziell für die iPod-Gemeinde gibt es nun die Option, das Sonos-System mittels iPod touch oder iPhone zu bedienen. Das Set mit Basisstation, einer Nebenstelle und Controller kommt auf 1000 Euro.

Squeezebox verbindet

Ebenfalls mit Wlan funktioniert auch das Squeezebox-System von Logitech: Verschiedene Audiogeräte, vom radioweckerähnlichen Squeezbox Classic für knapp 300 Euro bis hin zum audiophilen Empfänger „Transporter“ für 2000 Euro bringen MP3s von der Festplatte oder vom Internetradio in jeden Raum. Erwähnenswert ist das 400 Euro teure Squeezebox-Set „Duett“, das neben einer kleinen Empfängerbox für die Verbindung zur PC-Anlage auch eine interaktive Fernbedienung enthält, die wie der Sonos-Controller eine übersichtliche Navigation durch die Musiksammlung erlaubt.

Soundwürfel für Einsteiger

Ein minimalistisches Konzept verfolgt Trekstor mit den Wireless SoundBoxen: Ein USB-Stick sendet die Musik per Funk (2,4 GHz) im Umkreis von 25 Meter an sieben Zentimeter große, batteriebetriebene Lautsprecherwürfel. Bedient wird direkt am PC – weniger komfortabel oder hochwertig, dafür mit 30 Euro pro Box auch für Einsteiger interessant.

Premium: Gigajuke und Streamium

Bei den klassischen Unterhaltungselektronikgrößen sind vor allem die Gigajuke- und Streamium-Produktlinien von Sony beziehungsweise Philips erwähnenswert: Kompaktanlagen und Hi-Fi-Komponenten ab etwa 700 Euro, die über eigene Festplatten sowie Wlan verfügen, und mittels zusätzlich erhältlicher „Clients“ zu Multiroom-Systemen aufgerüstet werden können. Abschließend sei erwähnt, dass nicht jeder auf Wlan vertraut. Nobelmarken wie B & O oder Revox setzen bei ihren Multiroom-Systemen auf Kabel. Auch die erwähnten Wlan-Systeme lassen sich alternativ per LAN-Kabel vernetzen.

(Die Presse, Printausgabe vom 28.11.2008)