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Credit Suisse: Fast zwei Milliarden Euro Quartals-Verlust

(c) AP (Gaetan Bally)

Die Schweizer Großbank hat im laufenden vierten Quartal rund drei Milliarden Franken (rund 1,96 Mrd. Euro) verloren. Bis Mitte 2009 sollen 5.300 Stellen abgebaut werden - vor allem im Investment Banking.

Die Finanzkrise belastet nach der UBS nun auch die zweite Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) immer stärker. Im vierten Quartal bis Ende November hat die CS einen Nettoverlust von rund drei Milliarden Franken (1,96 Mrd. Euro) erlitten, vor allem im Investment Banking, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Darin sind aber die Kosten für den geplanten Stellenabbau noch nicht enthalten - rund 900 Millionen Franken (600 Mio. Euro).

Gründe seien die direkten Auswirkungen der Finanzkrise sowie Kosten für den Abbau von Risiken. Bis Mitte nächsten Jahres will die CS nun 5.300 Stellen abbauen. Das entspricht etwa elf Prozent des Personalbestands von rund 48.000 Stellen der Großbank.

Kahlschlag im Investment Banking

Betroffen ist vor allem das Investment Banking, wie die CS weiter mitteilte. Der Abbau sowie weitere Maßnahmen zur Senkung des Personal- und Sachaufwands sollen zu Einsparungen in Höhe von rund zwei Mrd. Franken führen. Das entspricht etwa neun Prozent des Geschäftsaufwands des laufenden Jahres.

November profitabel, keine Vorstands-Boni

Im November alleine habe die Credit Suisse einen kleinen Nettogewinn verbucht. Das Private Banking arbeite weiterhin erfolgreich und verzeichne "ansprechende Neugeldzuflüsse."

Aufgrund des zu erwartenden Jahresergebnisses 2008 wollen der Verwaltungsratspräsident, der Konzernchef und Chef der Investment Bank auf einen Bonus verzichten.

Der jüngste offizielle Geschäftsbericht wies für das dritte Quartal einen Verlust von 839 Millionen Euro aus.

 

(Ag./Red.)