Tod Aleksij II.
Reaktionen
Papst Benedikt XVI. hat mit "tiefem Bedauern" auf den Tod des Oberhauptes der russisch-orthodoxen Kirche Aleksij II. reagiert. In einer Botschaft an die Synode der russischen orthodoxen Kirche, hob den Einsatz des Patriarchen für den Neuaufbau der russischen Kirche "nach der harten ideologischen Unterdrückung" und seinen "Kampf zum Schutz der menschlichen und evangelischen Rechte in Europa" hervor.
(c) REUTERS (ALESSANDRO BIANCHI)
Der russische Präsident Dmitri Medwedew sagte, Aleksij II. sei nicht nur ein "hervorragender religiöser Führer" gewesen, sondern auch ein "großer russischer Staatsbürger". Medwedew sagte eine für das Wochenende geplante Reise nach Italien ab und kehrte sofort nach Moskau zurück.
(c) AP (Markus Schreiber)
Ministerpräsident Wladimir Putin bezeichnete den Tod des Patriarchen als ein "tragisches Ereignis" und einen "großen Verlust".
(c) AP (Alexei Druzhinin)
Mit "großer Traurigkeit" hat Yavuz Mildon, Präsident des Kongresses der Lokalkörperschaften und Regionen im Europarat, den Tod von Patriarch Aleksij II. zur Kenntnis genommen. "Aleksij II. hat eine bedeutende Rolle bei der Einführung der Aussöhnung und des zwischenkonfessionellen Dialogs gespielt", hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Aussendung Mildons.
(c) EPA (Christian Hartmann)
Auch der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow reagierte "tief betroffen" auf die Nachricht.
(c) AP (Alexander Zemlianichenko)
Tief betroffen zeigte sich Kardinal Christoph Schönborn. Er würdigte den verstorbenen Patriarchen als "bedeutende kirchliche Persönlichkeit". Aleksij II. habe die russisch-orthodoxe Kirche in der Zeit des Umbruchs geleitet. Dieser Umbruch habe für die Kirche einerseits die "Befreiung aus der Unterdrückung durch den Kommunismus" bedeutet, zugleich aber auch große Herausforderungen durch die neue Säkularisierung mit sich gebracht. Schönborn wörtlich: "Die russisch-orthodoxe Kirche ist nach dem Ende des Kommunismus aufgeblüht, zugleich aber ist sie auch den Herausforderungen und Krisen der modernen Gesellschaft ausgesetzt".
(c) APA (HELMUT FOHRINGER)
Mit "tiefer Trauer" reagierte der serbische Staatschef Boris Tadic auf den Tod des russischen Patriarchen Aleksij II.: "Wir schätzen und erinnern uns an die ehrliche Unterstützung, welche er immer unserem Volk und den gerechten Interessen und Bestrebungen Serbiens geleistet hat".
(c) AP (BELA SZANDELSZKY)