Schaeffler braucht für Einstieg bei Conti bis zu 7 Mrd. Euro

Continental Schaeffler
Continental Schaeffler(c) AP (Axel Heimken)
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Der bis vor kurzem als beste Lösung erachtete Verkauf der Conti-Gummisparte ist wegen des schlechten Marktumfelds derzeit keine Option. Nun ist unklar, woher das Geld kommen soll.

Die fränkische Schaeffler-Gruppe benötigt offenbar eine Kapitalspritze in Milliardenhöhe, um den Einstieg beim Konkurrenten Continental zu bewältigen. Kurzfristig ist nach Ansicht der im Auftrag von Conti arbeitenden Investmentbank Perella Weinberg bei Schaeffler eine Eigenkapitalzufuhr von 4 bis 7 Mrd. Euro nötig, wie das Handelsblatt am Freitag berichtete. Conti lehnte eine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht ab, Schaeffler war zunächst nicht zu erreichen.

"Beide Unternehmen benötigen eine Kapitalspritze", hatte eine mit dem Vorgang vertraute Person aus dem Conti-Umfeld am Donnerstag gesagt. Der bis vor kurzem als beste Lösung erachtete Verkauf der Conti-Gummisparte sei aber wegen des schlechten Marktumfelds derzeit keine Option. Alternativ wird nun darüber nachgedacht, dass Schaeffler sein Auto-Teilegeschäft bei Conti einbringt. Unklar ist dabei aber, wie die Konstruktion aussehen soll und wer das Sagen über das bestehende Gebilde haben soll.

Das Autoteile-Geschäft von Conti ist zwar deutlich größer, Schaeffler hatte seinen Anspruch auf die Führungsrolle aber bereits deutlich gemacht. "Die Automotive-Bereiche von Schaeffler und Continental zusammenzuführen ist grundsätzlich eine interessante Idee", hatte ein Schaeffler-Sprecher am Donnerstag gesagt. "Ob und wie das geschieht, ist allerdings Sache von Schaeffler."

(APA)

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