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Augenringe: Reif für den Pinsel

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Augenringe kann „Mann“ haben, muss „mann“ aber nicht. Neue Augenwerkzeuge sorgen in harten Zeiten wie diesen dafür, dass nun auch Männer reif für den Pinsel sind.

Es ist ein Jammer. Gesellschaftsexperten und Psychologiekenner erklären neuerdings den Mann an sich zum Krisengebiet. Man konstatiert ­eine rückläufige Entwicklung in der Männlichkeit, und überhaupt soll „Mann“ im Zuge der Wirtschaftskrise ganz schön in Bedrängnis geraten. Von Identitätsfindungsproblemen über Burn-out-Syndrome bis hin zu vermutlich oft berechtigten Jobverlust-Ängsten. Das Ganze gepaart mit unterdrückten Gefühlen und einer gewissen Sympathie für alkoholhaltige Getränke, und schon sind die inneren Schatten auch außen sichtbar.

Selbst wenn Männer von Haus aus eine um gut 20 Prozent dickere Haut als Frauen haben, die in guten Zeiten mehr Wasser bindet, dadurch elastischer wirkt und sich im Durchschnitt fast zehn Jahre länger Zeit lässt, um Falten zu bilden. So dick kann die Haut gar nicht sein, um dunkle Augenringe, die noch dazu die gesamte Ausstrahlung negativ beeinflussen, einfach nicht zuzulassen. Hans Haltmeier, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“, warnt Männer auch davor, sich mit der Hautpflege allzu lange Zeit zu lassen. Denn ab dem 40. Lebensjahr kommen bei den meisten von ihnen oft sehr plötzlich die ersten Falten unter den Augen beziehungsweise richtig tiefe Furchen. Das hört sich dann ganz nach „letzte Chance verpasst“ an. Das ­Gute: Dieser Art von Krise kann getrotzt werden.

Eine Möglichkeit bestünde darin, sich gekühlte Schwarz-oder Grünteebeutel gut 15 Minuten auf die geschlossenen Lider zu legen. Denn die darin vorkommende Gerbsäure soll Schwellungen unter den Augen mildern und die Durchblutung ankurbeln. Man fragt sich allerdings, ob man in Krisenzeiten diese Art von Tristesse auch noch unbedingt gebrauchen kann. Wozu gibt es außerdem Profis und ­extra dafür entwickelte Produkte. Ohne eine Marke auf dem stetig wachsenden Markt der Männerkosmetik zu bevorzugen, kann es schon als kleine Sensation gewertet werden, dass es nun auch einen „Touche Éclat“ für Männer gibt. Jene Anti-Augenringe-Strategie von Yves Saint Laurent, die im weiblichen Sprachgebrauch nur „der Zauberstift“ genannt wird und angeblich weltweit ­alle 20 Sekunden einmal verkauft wird. Täuschen und tarnen, warum sollten es Männer anders machen?

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