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USA: Grünes Licht für ersten privaten Weltraumbahnhof

(c) AP (Nasa)
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Die Luftfahrtbehörde FAA erteilte der Firma „Spaceport America“ die Lizenz für den ersten privaten Weltraumbahnhof der Welt. In New Mexico soll die Ära des Massentourismus ins All ab etwa 2010 beginnen.

WASHINGTON (wg). Wird ein Ausflug ins All bald so sein wie ein Flug von Wien nach Djerba und retour? In den USA fiel jedenfalls der offizielle Startschuss für den Massentourismus ins All: Die Luftfahrtbehörde FAA erteilte der Firma „Spaceport America“ die Lizenz für den ersten privaten Weltraumbahnhof der Welt. Er soll um 2011 in Betrieb gehen.

Seit Jahren gibt es Vorbereitungen in der Wüste New Mexicos, auf einem 70 km2 großen Areal nördlich des Örtchens Lac Cruces. 2006 erklärte der Gouverneur des Staates und nächste Handelsminister in der Regierung Obama, Bill Richardson, den Spaceport zum Teil des Entwicklungsprogramms New Mexicos.

 

Flug mit Richard Branson

Von der bestehenden Anlage starteten schon mehrere unbemannte Prototypen. Spaceport America will einen Startvertrag mit der Firma „Virgin Galactic“ des Briten Richard Branson schließen; der hat schon mehr als 100 Kunden an der Angel, die je 200.000 Dollar für einen halbstündigen Ausflug in den erdnahen Raum an Bord des „SpaceShipTwo“ zahlten.

Bisher bietet nur die russische Raumfahrtbehörde „Roskosmos“ Reisen in einem Sojus-Schiff zur Raumstation ISS an; das kostet derzeit 20 Mio. Dollar pro Person.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.12.2008)