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Toyota in der Krise: Chef Watanabe sitzt auf Schleuderstuhl

Katsuaki Watanabe
(c) AP (Katsumi Kasahara)
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Katsuaki Watanabe, Chef des in der Krise befindlichen japanischen Autobauers, muss um seinen Job bangen. Ihm soll der bisherige Vize-Präsident Akio Toyoda nachfolgen.

Toyota-Chef Katsuaki Watanabe muss wegen der Krise beim weltgrößten Autobauer um seinen Posten bangen. Die japanische Tageszeitung "Asahi" berichtete am Dienstag - ohne Angabe von Quellen - dass Watanabe im April abtreten soll. Demnach steht auch die Nachfolge schon fest: Künftig solle der derzeitige Vize-Präsident Akio Toyoda das Unternehmen führen, so die Zeitung. Ein Konzernsprecher sagte zu dem Bericht, es sei noch nichts entschieden.

Watanabe seit 2005 am Steuer

Der derzeitige Präsident Watanabe, der seit Juni 2005 am Steuer von Toyota sitzt, soll dem Bericht zufolge Vize-Vorsitzender des Verwaltungsrats werden. Sein möglicher Nachfolger Akio Toyoda ist ein Enkel des Unternehmensgründers Kiichiro Toyoda. Es wäre das erste Mal in knapp 14 Jahren, dass wieder ein Mitglied der Gründerfamilie als Unternehmenspräsident antrete, berichtete das Blatt weiter.

Toyota erwartet im Zuge des globalen Wirtschaftsabschwungs erstmals in seiner Firmengeschichte einen operativen Verlust im Geschäftsjahr von umgerechnet 1,2 Mrd. Euro. Im Vorjahr hatte der Branchenprimus noch einen Rekordgewinn von 18 Mrd. Euro eingefahren. Watanaba sagte bei einer Pressekonferenz am Montag: "Wir stehen vor einer beispiellosen Notlage."

Starker Yen belastet Toyota

Als Gründe für die Entwicklung nannte der Konzern einen deutlichen Absatz-Rückgang sowie den Anstieg der Landeswährung Yen. Mittelfristig sieht das Unternehmen keine Besserung und wappnet sich daher mit Kostensenkungen für eine länger dauernde Branchenkrise. Toyota war lange Zeit einer der weltweit am schnellsten wachsenden Autobauer und hatte seine Produktionskapazitäten stetig erhöht. Dies macht sich nun angesichts der weltweit sinkenden Nachfrage, der Finanzkrise und der Kreditklemme negativ bemerkbar.