Kommunalkredit wird in diesen Stunden staatlich

APA (Archiv/Hochmuth)
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Die Kommunalkredit wird in diesen Stunden die erste Bank in Österreich, die infolge der Finanzkrise verstaatlicht werden musste. Nachdem die Bundeswettbewerbsbehörde den Aktienübertrag von Volksbanken AG (ÖVAG) und Dexia an die "Banken-ÖIAG" durchgewunken hat, fanden am Montag bis zum Abend weitere Gespräche und Organsitzungen statt.

Weil der Gemeindefinanzierer Kommunalkredit in Schieflage geraten war, musste der Staat für symbolische 2 Euro die bisher achtgrößte Bank des Landes zu 99,78 Prozent aufgreifen. In der Folge hat der Bund noch einiges Geld zuzuschießen, um die Kapitalquoten aufzufetten und mit staatlichen Haftungen für genug Liquidität zu sorgen. Die bisherigen Eigner Volksbank AG und Dexia waren gezwungen, ihre Pakete an der Kommunalkredit abzutreten.

Die Verstaatlichung betrifft den österreichischen Teil, die Kommunalkredit Austria AG. Die Übernahme des 49,16-Prozent-Pakets der Kommunalkredit an der Joint-Venture-Bank Dexia Kommunalkredit Bank AG (DKB/DexiaKom) durch Dexia soll erst Anfang 2009 erfolgen. Für die Eigentümeränderungen in dieser "Osteuropabank" sind noch Wettbewerbs-Genehmigungen durch lokale Behörden in mehreren Ländern nötig.

Das Closing der Kommunalkredit-Übergabe an den Staat zieht auch umfassende Neubesetzungen im Aufsichtsgremium nach sich. Bisher hatte ÖVAG-Chef Franz Pinkl als Mehrheitsaktionärsvertreter den Kommunalkredit-Aufsichtsrat geleitet.

(APA)

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