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Google forscht an Nanopartikel zur Krebs-Früherkennung

(c) REUTERS (� Arnd Wiegmann / Reuters)
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Das Unternehmen forscht an Nanopartikeln, die im Blutkreislauf als Suchtrupp im Körper losgeschickt werden sollen. Über ein Armband soll dann die Auswertung stattfinden.

Google ist seit Jahren kein reines Suchmaschinen-Unternehmen mehr. Ständig werden neue Dienste präsentiert und zum Teil auch über einem Jahrzehnt bestehende abgelöst. So soll zum Beispiel Inbox den knapp zehn Jahre alten Email-Dienst Gmail ablösen. Auch im Gesundheitsbereich versucht man sich. So arbeitet man seit Anfang des Jahres an einer Kontaktlinse für Diabetiker. Damit soll eine schmerzfreie Blutzuckermessung in Zukunft möglich sein.

"Wir haben immer gesagt, dass wir Projekte erforschen, die bahnbrechend sind oder vielleicht auch ein wenig merkwürdig erscheinen", erklärte das Unternehmen bereits als man die Forschung an der smarten Kontaktlinse bekannt machte.

Nun geht man einen Schritt weiter und forscht aktuellen Berichten zufolge an Nanopartikeln, das der Patient wie eine Tablette einnimmt und darüber in den Blutkreislauf gelangen soll. Ziel ist es, Geschwüre, Herz- und Hirninfarkte rechtzeitig erkennen zu können.

Früherkennung mit Nanopartikel und Armband

Über ein spezielles Armband an dem ebenfalls gearbeitet wird, soll dann ausgewertet werden, wie die Partikel sich im Körper verhalten. Sobald dieses nämlich sich an etwas anheftet und nicht mehr frei bewegt, ist von einem Geschwür auszugehen.

Experten äußern Bedenken

Diese Art der Untersuchung soll den Vorteil bieten, dass es nicht-invasiv ist und daher schonender für den Patienten. Diese Forschung im Bereich der Früherkennung wird lobend anerkannt, aber dennoch äußern Experten auch Bedenken. Zumal es sich bei Google um ein Unternehmen handelt, das wie jedes andere auch profitorientiert ist. Hinzu kommt, dass es hinsichtlich des Datenschutzes einige Bedenken gibt.

Google sucht Lizenzpartner

Diese will Google gleich zu Beginn zerstreuen. Man will lediglich die Technik dazu entwickeln, aber nicht selbst verkaufen. Dafür sucht man in naher Zukunft einen Lizenzpartner, der das Forschungsprojekt weiterführt.

Bis es aber tatsächlich so weit ist, werden mit Sicherheit noch einige Jahre vergehen. Derzeit gehen Branchenkenner davon aus, dass eine Marktreife noch fünf bis sieben Jahre entfernt ist.

Die Entwicklung und Forschung liegt in den Händen von Google X. Diese Abteilung ist grundsätzlich für derartige Projekte zuständig.

>> Financial Express

 

(BG)