Der französische Motorradfahrer Pascal Terry konnte nur mehr tot neben seiner Maschine gefunden werden. Der 49-Jährige wurde seit der zweiten Etappe vermisst. Ein Hubschrauber-Absturz endete glimpflich.
Die 30. Auflage der erstmals in Südamerika stattfindenden Dakar-Rallye hat ihren ersten Todesfall zu beklagen. In der Nacht auf Mittwoch wurde der französische Motorrad-Pilot Pascal Terry tot aufgefunden. Der 49-Jährige war seit der 2. Etappe am vergangenen Sonntag gesucht worden. Gefunden wurde Terry in schwierigem Gelände, mehrere Meter von seinem Motorrad entfernt mit abgenommenem Helm und im Schatten liegend, Nahrung und Trinkwasser neben sich. Der Franzose ist der 19. aktive Teilnehmer, der im Zuge der Rallye ums Leben kam.
Polizei und Justizbehörde wollten noch keine weiteren Angaben zu dem Todesfall machen. Zunächst müssten die Umstände, die zum Tod von Terry geführt hätten, geklärt werden. Nach Informationen aus Kreisen der Rallye-Organisation ist der 49-Jährige aber nicht an den Folgen eines Unfalls gestorben. Der Franzose wurde etwa 300 Meter von der Piste entfernt gefunden.
Sprit ausgegangen
Das Sicherheitsfahrzeug, das am Ende einer Etappe die Route abfährt, um Fahrer, die verunglückt sind oder sich verfahren haben, aufzunehmen, habe Terry am Sonntag nicht gefunden. Terry habe sich an diesem Tag noch über sein Initrack gemeldet und angegeben, ihm sei der Sprit ausgegangen. Das Signal des Initracks sei danach verstummt und erst wieder kurz vor dem Auffinden der Leiche empfangen worden. Die Gendarmerie und der Zivilschutz seien von Anfang an über den Vermissten informiert worden. Warum das Gerät so lange nicht gesendet hat, wurde nicht gesagt.
Hubschrauber-Absturz
Mehr Glück als Terry hatten die Insassen eines Hubschraubers der Tour-Organisation. Am Rande der vierten Etappe stürzte der Hubschrauber aus rund 20 Metern Höhe ab. Beim Unfall gab es allerdings keine Verletzte. Der Pilot und die drei Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.
Zwei Briten im künstlichen Koma
Indes sind die britischen Auto-Teilnehmer Paul Green und sein Copilot Matthew Harrison in einem Krankenhaus in Santa Rosa ins künstliche Koma versetzt worden. Das Duo war am Samstag auf der Auftaktetappe von Buenos Aires nach Santa Rose verunglückt und soll nach Angaben der behandelnden Ärzte bis Donnerstag im künstlichen Koma bleiben. Beide leiden an Lungenverletzungen.
Sainz gewinnt Sekundenkrimi
Der Spanier Carlos Sainz führt auch nach der vierten Etappe der Rallye Dakar in Südamerika. Mit seinem zweiten Tagessieg vergrößerte der zweifache Rallye-Weltmeister im VW Touareg den Vorsprung auf Nasser Al-Attiyah aus Katar im BMW X3 des privaten deutschen X-Raid-Teams um sechs Sekunden auf 3:46 Minuten. Auf der 484 Kilometer langen Etappe von Jacobacci nach Neuquen in Argentinien baute in der Motorrad-Wertung der Spanier Marc Coma auf KTM mit dem vierten Tagessieg seine Führung weiter aus.
(Ag.)