Dakar-Pilot Terry hätte gerettet werden können

Der bei der Rallye Dakar in Argentinien gestorbene französische Motorradfahrer Pascal Terry hätte nach Einschätzung der Polizei gerettet werden können. Terry starb nach Krankenhaus-Angaben an einem Herzinfarkt als Folge eines Lungenödems. "Er hätte gerettet werden können, wenn er rechtzeitig gefunden worden wäre", zitierten argentinische Medien am Donnerstag den Polizeikommissar Julio Acosta.

Eine frühere Alarmierung der Polizei durch die Rennleitung wäre dafür notwendig gewesen, habe Acosta hinzugefügt. Terry war am Sonntag wegen Spritmangels liegen geblieben und hatte kurz darauf ein Notsignal abgesetzt. Die Suche lief jedoch erst am Montag an. Dann sei die Suche sogar unterbrochen worden, weil Pascal Terry angeblich in einem Zwischenlager der Rallye in Neuquen gesichtet worden war. Erst als sich dies als Irrtum herausstellte, wurde die Suche wieder intensiviert und die Leiche Terrys am frühen Mittwochmorgen gefunden. Die Rennleitung räumte zunächst keine Fehler ein.

Unterdessen hatte der VW-Pilot Carlos Sainz auf der 5. Etappe Probleme mit der Servolenkung seines Race Touareg. Nach Medienangaben traf er einen Stein ungünstig, worauf die Servolenkung ausfieli. Etwa 200 Kilometer konnte er das Fahrzeug ohne die Unterstützung lenken, aber am Ende der Etappe in den Dünen wurdear das fast unmöglich. Durch die Probleme überschlug sich das Fahrzeug, wobei die Motorhaube und Teile der Dachverkleidung fortgerissen wurden.

Der Spanier und sein Co-Pilot Michel Perin, die den Unfall heil überstanden, beendeten die Etappe dennoch. Allerdings büßten sie auf den 505 gewerteten Kilometern einige Minuten ein und fielen mit einem Rückstand von 6:33 Minuten auf den dritten Platz zurück. Das Fahrzeug wurde über Nacht so gut wie möglich repariert und war auf der 6. Etappe wieder am Start.

Die Donnerstag-Etappe musste wegen Unpassierbarkeit einer Wasserdurchfahrt von 394 auf 178 Kilometer verkürzt werden. Der Start wurde um zwei Stunden verschoben.

(APA)

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