Eklat beim Rennen durch Südamerika: Der X-Raid-Fahrer hat auf der sechsten Etappe nicht alle Kontrollpunkte angefahren. Die Rennleitung hat den Spitzenreiter ausgeschlossen.
Für Nasser Al-Attiyah ist die Dakar am Donnerstag vorzeitig zu Ende gegangen. Weil der Mann aus Katar mit seinem BMW X3 auf der sechsten Etappe gleich mehrere Kontrollpunkte ausgelassen hatte, beschloss die Rennleitung, den Führenden von der Dakar auszuschließen. An der Spitze ist nun das südafrikanisch-deutsche Team Giniel de Villers/Dirk von Zitzewitz im Werks-VW Touareg. Nach seinem Überschlag am Vortag rückt der Spanier Carlos Sainz in einem weiteren VW auf den zweiten Platz vor. In der Motorrad-Wertung führt weiter der spanische KTM-Pilot Marc Coma, Gewinner 2006, mit einem Vorsprung von 40:29 Minuten zum US-Amerikaner Jonah Street auf der privaten KTM.
Die Donnerstag-Etappe wurde erst mit zwei Stunden Verspätung aufgenommen, da die Strecke wegen Unpassierbarkeit einer Wasser-Durchfahrt von 394 auf 178 Kilometer verkürzt werden musste. Zur sechsten von 14 Etappen mit einem Anstieg auf 2700 Meter von San Rafael nach Mendoza starteten nach Veranstalterangaben nur noch 385 von 500 Fahrzeugen.
Auch für den ehemaligen französischen Ski-Weltmeister Luc Alphand (Mitsubishi) ist die Dakar vorzeitig beendet. Kurz nach dem Start klagte der Beifahrer des Siegers von 2006, Gilles Picard, über starkes Unwohlsein und wurde ins Biwak gebracht, wo die Ärzte keine ernsten Gesundheitsprobleme feststellten. Sein Landsmann und Mitsubishi-Partner Stephane Peterhansel, neunmaliger Dakar-Sieger, rangiert wegen einer Zeitstrafe von 15 Minuten für unerlaubte fremde Hilfe auf dem fünften Platz.
(Ag.)