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Ex-US-Verteidigungsminister warnt vor baldiger Iran-Atomkrise

William Perry
(c) AP (Mikhail Metzel)
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William Perry prophezeit, dass der künftige US-Präsident Obama "fast sicher" mit einer ernsten Krise mit dem Iran konfrontiert sein werde. Der Iran bewege sich unaufhaltsam darauf zu, eine Atommacht zu werden.

"Der Iran bewegt sich unaufhaltsam darauf zu, eine Atommacht zu werden, mit bedrohlichen Folgen für den Nahen Osten". Das erklärte der frühere US-Verteidigungsministers William Perry am Freitag. Es sei klar, dass Israel nicht untätig bleiben werde, während der Iran die letzten Schritte hin zur Atommacht unternehme, sagte der Perry bei einer Konferenz über die außenpolitischen Herausforderungen für die neue Obama-Administration. Während die Hoffnung bestehe, das nordkoreanische Atomprogramm durch internationalen diplomatischen Druck zu stoppen, sei er beim Iran weniger zuversichtlich.

"Präsident Obama wird fast sicher mit einer ernsten Krise mit dem Iran konfrontiert werden", prophezeite Perry - und zwar schon in seinem ersten Jahr im Amt. Keines der mit der Atomkrise verbundenen Probleme könne unilateral gelöst werden.

Obama für "harte und direkte Diplomatie"

Obama bevorzugt nach eigenen Worten harte und direkte Diplomatie gegenüber dem Iran ohne Vorbedingungen. Seine Regierung wolle zusammen mit ihren Verbündeten eine umfassende Lösung erzielen, um Teherans nukleare Bestrebungen zu stoppen.

Die iranische Führung, die Israel das Existenzrecht aberkennt, bestreitet, nach Atomwaffen zu streben. Das ambitionierte Atomprogramm diene einzig friedlichen Zwecken, versichert Teheran. Israel hat wiederholt erklärt, es werde keinen nuklear bewaffneten Iran hinnehmen.

(Ag.)