VW steuert nach der Disqualifikation des Führenden Nasser Al-Attiyah (BMW) auf seinen ersten Gesamtsieg bei der Dakar-Rallye zu. Der deutsche Hersteller behauptete am Freitag auf der 7. Etappe von Mendoza in Argentinien über die Anden in die chilenische Hafenstadt Valparaiso seine Dreifach-Führung bei den Autos. Neuer Spitzenreiter ist der Spanier Carlos Sainz.
Der zweifache Rallye-Weltmeister hat nach seinem dritten Tagessieg neun Sekunden vor seinem Markenkollegen Giniel de Villiers aus Südafrika die Führung übernommen. Dahinter folgt mit dem US-Amerikaner Mark Miller ein dritter VW-Pilot. Die Wertungsprüfung des Tages war wegen Streckenproblemen von 417 auf 243 km verkürzt worden.
Rekordsieger Stephane Peterhansel aus Frankreich musste indessen sein Ziel einer erfolgreichen Titelverteidigung bei den Autos am Freitag endgültig abschreiben. Ein Motorschaden an seinem Mitsubishi Lancer zwang den 43-jährigen Dakar-Veteranen auf der siebenten Etappe zur Aufgabe. Peterhansel hat die Dakar-Rallye bei den Motorrädern sechsmal (1991, 1992, 1993, 1995, 1997 und 1998) und bei den Autos dreimal (2004, 2005 und 2007) gewonnen, ist damit Rekordsieger. Es ist erst die zweite Aufgabe des Franzosen bei seiner 20. Dakar-Teilnahme.
Bei den Motorrädern baute der Spanier Marc Coma seine Gesamtführung aus. Der Sieger von 2006 führt bereits 51:22 Minuten vor dem US-Amerikaner Jonah Street. Beide pilotieren eine KTM. Seinen ersten Etappensieg bei der Dakar holte sich der chilenische Lokalmatador Francisco Lopez ebenfalls auf KTM.
(APA)