Windows 7 Beta: Microsoft streicht Limitierung der Downloads

CES, Consumer Electronics Show, Steve Ballmer, Microsoft
(c) AP (Paul Sakuma)

Microsoft wollte die Testversion von Windows 7 maximal 2,5 Millionen Mal ausliefern. Wegen des gewaltigen Ansturms auf die Download-Seite wird dieses Limit nun bis Ende Jänner aufgehoben.

Bei nur 2,5 Millionen verfügbaren Exemplaren kann es schon einmal Engpässe geben. Anscheinend war aber die Nachfrage nach der öffentlichen Betaversion von Windows 7 dermaßen hoch, dass Microsofts Server der Last nicht standhielten. Microsoft musste daher die Auslieferung der Betaversion seines neuen Betriebssystems über das Internet zeitweise stoppen. Besucher der Download-Seite bekamen am 9. Jänner zuerst nur wie "Server is too busy" (Server ist überlastet) zu Gesicht. Nun will das Unternehmen die Beschränkung auf 2,5 Millionen Downloads bis 24. Jänner aufheben. Die Download-Seite ist wieder zugänglich und Windows 7 Beta kann heruntergeladen werden.

Erst runterladen, dann brennen

Um die "Public Beta 1" von Windows 7 zu erhalten, wird ein Konto für Microsofts "Windows Live" benötigt. Bevor man dann aber die Beta herunterladen kann, müssen Benutzer noch einen sehr kurzen Fragebogen durchklicken. Die Downloadgröße für die standardmäßige 32-bit-Version beträgt 2,5 Gigabyte, die Variante für 64-bit-Prozessoren benötigt 3,2 Gigabyte auf der Festplatte. Nach dem Download muss das File auf eine DVD gebrannt werden, von dieser wird es dann installiert. Es wird dringend empfohlen, vor der Installation alle Daten auf einem anderen System zu sichern, oder Windows 7 überhaupt auf einem "leeren" PC zu installieren.

Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte am Mittwoch zur Eröffnung der Consumer Electronics Show die Veröffentlichung der Vorab-Version von Windows 7 für jedermann angekündigt. Die angebotene Version soll identisch mit der sein, die Abonnenten des Microsoft Developer Networks bereits seit einiger Zeit zur Verfügung steht. Mittlerweile ist diese "Build 7000" auch schon in einigen Tauschbörsen aufgetaucht. Microsoft lehnt aus prinzipiellen Gründen die Verteilung seiner Software über Filesharing-Protokolle wie BitTorrent ab, die ein maschenartiges Netz bilden und immer besser funktionieren, je mehr Anwender eine Software aus dem Netz laden und die bereits heruntergeladenen Teile für andere Nutzer bereitstellen.

(Red.)