Autoindustrie mit neuer Modellpolitik

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Die Autoindustrie sucht mit spritsparenden Modellen und alternativen Antriebstechnologien den Weg aus der schweren Krise der Branche. Im Fokus der Autoshow in Detroit stehen Kleinwagen, Elektro- und Hybridautos. Die deutschen Hersteller setzen zudem auf den Diesel. Nach dramatischen Absatzeinbrüchen im vergangenen Jahr sieht die Branche keine Belebung der Autokonjunktur.

VW-Chef Martin Winterkorn sagte, die Branche stehe vor einem sehr schwierigen Jahr. Er sagte, bisher plane VW keine Kurzarbeit, schließe dies aber nicht aus. Derzeit habe VW noch genügend Möglichkeiten, um die Produktion über flexible Arbeitssysteme an die sinkende Nachfrage anzupassen. VW rechnet in diesem Jahr mit einem Absatzeinbruch von zehn Prozent.

Der Europachef der schwer angeschlagenen Opel-Konzernmutter General Motors, Carl-Peter Forster, kündigte an, das geplante Elektroauto des Konzerns, der Chevy Volt, solle in der zweiten Jahreshälfte 2011 als Opel-Modell auf den deutschen Markt kommen. Dies wäre rund ein Jahr nach dem Start in den USA. GM kann derzeit ebenso wie Konkurrent Chrysler nur dank milliardenschwerer Notkredite der US-Regierung überleben. Der schwer angeschlagene US-Autobauer Ford will die Entwicklung von Elektroautos ebenfalls vorantreiben.

Der japanische Autoriese Toyota, der 2008 in den USA drastische Absatzrückgänge hinnehmen musste, präsentierte die überarbeitete Version seines Hybridautos Prius. Der Wagen war bereits 1997 eingeführt worden. Seitdem hat Toyota mehr als eine Million Hybridfahrzeuge verkauft. Zuletzt waren die Prius-Verkäufe allerdings eingebrochen.

(APA)

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