Wiener „Eistraum“: Später Start, mehr Eis

(c) Die Presse (Teresa Zötl)
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Der Eistraum präsentiert sich um 1000 Meter erweitert und mit neuem Lichtdesign. Überhaupt ist der Eistraum eine ziemlich helle Angelegenheit.

Wien. Er ist traditionell spät dran. Während die meisten Eislaufplätze in Wien schon seit Monaten geöffnet haben oder, wie die Alte Donau, dank der kalten Temperaturen seit einiger Zeit von Schlittschuhläufern genützt werden können, startet der „Wiener Eistraum“ erst Ende nächster Woche (Eröffnung: 22.1.) in die Eislaufsaison.

Spät, und mit einigen (optischen) Veränderungen. Die vielleicht auffälligste: Die Eisfläche vor dem Rathaus wird heuer in die Länge gezogen (ein 100 Meter langes und 25 Meter breites Rechteck) und somit erweitert, insgesamt fasst der „Eistraum“ nun 5400 mstatt bisher 4400 m. Neu ist auch, dass der sogenannte „Traumpfad“, der durch den Rathauspark führt und die Eisfläche vor dem Rathaus und jene nahe dem Ring miteinander verbindet, erstmals vormittags (statt wie bisher nur nachmittags und abends) befahrbar ist.

In Sachen Lichtdesign hat man sich ebenso einige (kleinere) Neuerungen überlegt. „Der Eistraum bekommt mehr Lichteffekte“, sagt Katharina Kula, Sprecherin der stadt wien marketing. Neben der gewohnt bunten Beleuchtung der Eisflächen werden im Rathauspark zusätzliche Lichtelemente installiert – Spiegelkugeln, die kleine Lichtflächen projizieren sollen.

Auch die Bänke, auf denen die Besucher ihre Schlittschuhe anziehen, werden mit Scheinwerfern bestrahlt. Überhaupt ist der Eistraum eine ziemlich helle Angelegenheit: Insgesamt werden mehr als 400 Meter Leuchtstoffröhren verlegt und 650 Scheinwerfer installiert. Preislich bleibt (fast) alles beim Alten, einzig die Vormittagskarte wird um 1 € teurer. Dafür wurde die Saisonkarte (50 statt 75 € für Erwachsene, 35 statt 60 € für Kinder) deutlich verbilligt.

Gleich bleibt der späte Saisonstart. Auch wenn eine Vorverlegung angesichts der kalten Temperaturen wünschenswert gewesen wäre: Ein früherer Start sei nicht machbar, sagt Kula. Denn davor sei der Rathausplatz durch Christkindlmarkt und Silvesterpfad blockiert, erst am 2. Jänner könne der Aufbau beginnen. Und mit dem seien 100 Arbeiter an die 20 Tage beschäftigt. Damit dauert der Aufbau fast halb so lange wie der Eistraumselbst, der 45 Tage lang geöffnet haben wird.

Auf einen Blick

Der „Wiener Eistraum“ auf dem Rathausplatz wird am 22.1. (19 Uhr) eröffnet und dauert bis 8.März. Täglich 9–23 Uhr.

Eintritt: wochentags 14–23 Uhr sowie Sa/So 9–23 Uhr: 5,50 € (Erw.), 4,20 € (Kinder). Vormittagskarte (wochentags): 3,50 €.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.01.2009)

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