KTM-Pilot Cristobal Guerrero stürzte auf der zehnten Etappe des Motorsport-Klassikers schwer. Der Zustand des vierfachen Vaters ist sehr ernst. Sportlich bleibt Carlos Sainz weiter voran.
Ein schwerer Unfall hat die zehnte Etappe der Rallye Dakar überschattet. Der spanische KTM-Motorradfahrer Cristobal Guerrero ist am Dienstag nach einem schweren Sturz bei Kilometer 160 auf dem 466 Kilometer langen Teilstück durch die chilenische Atacama-Wüste ins Koma gefallen.
Spanische Medien schildern den Zustand des vierfachen Vaters als ernst. Der 48-Jährige lag bisher an Platz 76 der Gesamtwertung.
Bei der diesjährigen Auflage der Rallye, die erstmals in Südamerika stattfindet, waren zuvor der französische Motorradfahrer Pascal Terry sowie zwei peruanische Fahrer eines Transportfahrzeugs tödlich verunglückt. Insgesamt hat die Rallye Dakar bisher 58 Menschen das Leben gekostet.
Sainz weiter voran
Sportlich gab der spanische Volkswagen-Pilot Carlos Sainz weiter den Ton an: Mit seinem sechsten Tagessieg und dem vierten in Folge auf der 466 Kilometer langen Prüfung in der Atacama-Wüste baute der 46-jährige Madrilene seine Führung am Dienstag zu einem Vorsprung von 24:54 Minuten auf seinen amerikanischen Markenkollegen Mark Miller aus.
Der südafrikanische Fahrer Giniel de Villiers im dritten VW ist mit einem Rückstand von 41:13 Minuten Dritter. Dichter Nebel verzögerte den Start zur 10. Etappe der Rallye Dakar um zwei Stunden, die Prüfung wurde zudem um 200 auf 466 Kilometer verkürzt - trotzdem dominierten die Volkswagen-Teams. Der Rückstand des Spaniers Juan Nani Roma, nach dem Ausfall seiner drei Teampartner nur noch Einzelkämpfer beim zwölffachen Seriensieger Mitsubishi, wuchs inzwischen auf 1:13:13 Stunden.
(Ag./Red.)