Rallye Dakar: Aus für Sainz - De Villiers neuer Führender

Der beschaedigte VW von Sainz
Der beschaedigte VW von Sainz(c) AP (Gabriel Bouys)
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Nach einem Unfall, bei dem sich Beifahrer Perin verletzte, musste der Spanier Carlos Sainz auf der zwölften Etappe aufgeben. Sein südafrikanischer Markenkollege Giniel de Villiers ist nun Erster.

Für Carlos Sainz, den großen Favoriten auf den Sieg der Rallye Dakar kam auf der drittletzten Etappe überraschend das Aus: Der Spanier stürzte am Donnerstag auf dem zwölften Teilstück mit seinem VW Touareg in einen Graben. Neue Führende sind Sainz' Markenkollegen Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz (RSA/GER). Sie führen mit 2:35 Minuten Vorsprung auf Mark Miller und Ralph Pitchford (USA/RSA), die ebenfalls in einem VW Touareg unterwegs sind. "Unser aussichtsreichstes Team ist nicht mehr im Rennen, doch wir haben immer noch zwei Eisen im Feuer, um die Rallye Dakar mit dem Race Touareg zu gewinnen" sagte VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen.

"Plötzlich ist vor uns ein vier Meter tiefes Loch aufgetaucht. Wir sind reingestürzt und auf dem Dach gelandet", hatte Sainz nach dem Ausfall erzählt. "Ich bin sehr enttäuscht und es tut mir sehr leid für das Team, doch ich hoffe, dass unser Team am Ende trotzdem gewinnen wird", meinte er weiters. Der Spanier war in die zwölfte Etappe von Fiambala nach La Rioja in Argentinien mit einem Vorsprung in der Gesamtwertung von 27:31 Minuten gestartet. Er hatte bisher sechs von zehn möglichen Tagessiegen erzielt und war damit auf dem besten Weg zu seinem ersten Sieg bei der berühmten Rallye.

Weiterfahrt ärztlich untersagt

Bei Kilometer 79 der 223 Kilometer langen Prüfung war es damit aber vorbei. Der VW Touareg rutschte in einen Graben, dabei verletzte sich Co-Pilot Michel Perin am Schulterblatt und wurde mit dem Hubschrauber ins Biwak gebracht. Der herbeigeilte Arzt untersagte aufgrund der Verletzung die Weiterfahrt. Nach dem Ausfall von Perin ist kein früherer Dakar-Sieger mehr im Wettbewerb. Perin hatte von 1994 bis 1996 seinen Landsmann Pierre Lartigue im Mitsubishi Pajero bei dessen Hattrick navigiert.

Die Donnerstag-Etappe war aufgrund vor einem Monat gemachter archäologischer Funde in der Gegend um Fiambala und insbesondere wegen Überresten auf der Strecke des Rallye-Parcours um dreißig Kilometer reduziert worden. Nur noch 277 von ursprünglich 500 in Buenos Aires aufgebrochene Teams starteten zur 12. Etappe am Fuße der Kordilleren.

Coma führt in der Motorradwertung

In der Motorradwertung setzte der Spanier Marc Coma seinen Sturm auf seinen zweiten Triumph nach 2006 ungehindert fort. Mit seinem französischen KTM-Teamkollegen Cyril Despres, Sieger 2007 und 2005, hat er einen neuen Verfolger. Despres, in der ersten Woche von mehreren Reifenschäden nach hinten geworfen, verdrängte mit seinem dritten Tagessieg seinen Landsmann Davis Fretigne (Yamaha) vom zweiten auf den dritten Platz.

(Ag.)

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