Bei der ersten Auflage in Südamerika hat das Volkswagen-Werksteam den ersten Triumph bei der Rallye Dakar gefeiert. Der Südafrikaner Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz errangen mit einem Vorsprung von 8:59 Minuten auf den VW-Teampartner Mark Miller am Samstag den Gesamtsieg. VW sorgte mit seinem Touareg für den ersten Dakar-Sieg eines Diesel-Fahrzeugs.
"Es ist absolut unglaublich", sagte de Villiers nach vollbrachter Tat. "Ich habe noch nie derartige Emotionen verspürt, ich war auf den letzten Kilometern sehr nervös." Nach der letzten Prüfung hatten die Fahrer noch 341 Kilometer bis nach Buenos Aires zurücklegen müssen, auf diesem Teilstück waren aber keine Zeiten mehr genommen worden. "Ich bin so froh für das Team, für Volkswagen, das uns während der vergangenen fünf Jahre unterstützt hat, bevor wir diesen Sieg gefeiert haben."
Der erste Dakar-Erfolg eines VW-Piloten war der Touareg-Sieg jedoch nicht. Bei der zweiten Auflage der Wüsten-Rallye 1980 waren Freddy Kottulinsky/Gerd Löffelmann in einem privaten Iltis die Sieger gewesen. Das gesamte Volkswagen-Team errang zehn von 13 Tagessiegen. Der lange Zeit führende Spanier Carlos Sainz und sein französischer Beifahrer Michel Perin mussten am Donnerstag nach einem Unfall wegen einer Schulterblattfraktur von Perin aufgeben.
Rekord-Sieger Mitsubishi erlebte bei der Dakar-Premiere des neuen Lancer-Selbstzünders eine Rallye der Pleiten, Pech und Pannen. Der Spanier Juan 'Nani' Roma erreichte im einzigen von vier gestarteten Werks-Mitsubishi ins Ziel gekommenen Auto wegen eines zeitraubenden Elektrik-Problems nur den zehnten Platz. Bei der bisher letzten Dakar in Afrika 2007 hatten die Japaner mit dem Franzosen Stephane Peterhansel ohne einen einzigen Tagessieg zum siebenten Mal in Folge den Marathon-Klassiker gewonnen.
(APA)