Das BZÖ übernimmt die Rechnung der Auto-Leasingfirma über 40.000 Euro. Die Pläne, das Wrack versteigern zu lassen oder einem Künstler zur Verfügung zu stellen, sind vom Tisch.
Das Kärntner BZÖ wird das Unfallwrack kaufen, in dem Landeshauptmann Jörg Haider ums Leben gekommen ist. Das kündigte Parteiobmann Uwe Scheuch am Montag an. Rund 40.000 Euro verlangt die Auto-Leasingfima als Eigentümerin des Wagens vom Land Kärnten. Die Partei werde diese Rechnung übernehmen, so Scheuch.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler erklärte, das Fahrzeug in sicheren Händen wissen zu wollen: "Ich will das Wrack so lange haben, bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind." Auch nach dem Mord am amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy habe es immer wieder Untersuchungen gegeben - aber bis heute wisse niemand, was genau passiert sei, so Dörfler. Das Wrack solle daher in Landesverwahrung bleiben.
Wagen wird nicht versteigert
Die ursprünglichen Pläne Dörflers, das Wrack des VW Phaeton vom Land ankaufen zu lassen und anschließend zu versteigern oder einem Künstler zur Verfügung zu stellen, sind damit vom Tisch.
Scheuch bezeichnete die Diskussion, ob Steuergeld für den Kauf des Wracks eingesetzt werden solle, als "beschämend". Daher habe er sich entschlossen, die notwendigen 40.000 Euro aus der Parteikasse zu bezahlen.
Haider war in der Nacht auf den 11. Oktober 2008 in Lambichl (Bezirk Klagenfurt Land) mit seinem Auto mit stark überhöhter Geschwindigkeit von der Straße abgekommen und tödlich verunglückt. Der BZÖ-Politiker war zum Unfallzeitpunkt stark alkoholisiert.
(APA/Red.)