Die Autobauer plant wegen der aktuellen Absatzflaute Kurzarbeit . 26.000 Arbeitskräfte sind von der Maßnahme bei BMW betroffen, 61.000 bei VW. Beschäftigte von Seat müssen unbezahlt in Urlaub gehen.
In den Werken Dingolfing, Regensburg, Landshut und Berlin werden in den Monaten Februar und März Mitarbeiter tageweise in Kurzarbeit geschickt. 26.000 Mitarbeiter sind betroffen, Grund für die Maßnahme ist der zurückgehende Absatz. Bereits über den Jahreswechsel waren die Bänder bei BMW stillgestanden. Für die Werke in München und Leipzig ist keine Kurzarbeit geplant.
Der Stuttgarter Konkurrent Daimler hatte bereits im Dezember angekündigt, Zehntausende Beschäftigte in Kurzarbeit zu schicken.
Auch 61.000 VW-Mitarbeiter betroffen
Auch bei dem größten Autobauer Europas, Volkswagen, müssen 61.000 Mitarbeiter für fünf Tage in Kurzarbeit. Ausgenommen sind die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie teilweise die Komponentenfertigung. Die Kurzarbeit ist für die letzte Februar-Woche angesetzt.
Unbezahlter Urlaub bei Seat
Die spanische VW-Tochter Seat darf wegen der Absatzflaute rund 5.300 Mitarbeiter vorübergehend unbezahlt in den Urlaub schicken. Die Regierung der nordostspanischen Region Katalonien bewilligte am Dienstag einen entsprechenden Antrag des Autoherstellers. Demnach sind 5.300 Beschäftigte - fast die Hälfte der insgesamt 11.000 Seat-Mitarbeiter - in der Zeit von Februar bis Juni 2009 für jeweils eine bis vier Wochen betroffen.
Die Betroffenen erhalten in dieser Zeit Arbeitslosengeld. Der Konzern erklärte sich nach Angaben des Arbeitsministerium zudem bereit, die Leistungen aufzustocken, so dass die betroffenen Mitarbeiter bis zu 80 Prozent ihrer Löhne bekommen.
(Ag./Red.)