Die deutsche Automobilindustrie schränkt ihre Produktion wegen der massiv gesunkenen Nachfrage immer stärker ein. VW schickt im Februar 60.000 Mitarbeiter in den deutschen Werken für eine Woche nach Hause. BMW kündigte für 26.000 Beschäftigte tageweise Kurzarbeit bis Ende März an. Ford schickt 700 Mitarbeiter der Motorenproduktion in Köln für acht Tage in die Zwangspause.
Beim größten deutschen Autohersteller VW soll Arbeit vom 23. bis 27. Februar in vielen Bereichen ruhen, teilte der Konzern am Dienstag in Wolfsburg mit. Ausgenommen seien Forschung und Entwicklung sowie Teile der Komponentenwerke. Die Kapazität werde "maßvoll der Nachfrage" angepasst, erklärte Personalleiter Jochen Schumm.
BMW schickt wegen der Flaute auf dem Automarkt im Februar und März tageweise jeden dritten Mitarbeiter in Deutschland in Kurzarbeit. Betroffen sind 15.000 Beschäftigte im größten BMW-Werk Dingolfing, 8.000 in Regensburg, 2.700 in Landshut sowie 190 in Berlin. Der Absatz von BMW ist allein im Dezember um 26 Prozent eingebrochen.
Wegen der Nachfrageschwäche in den USA fährt Ford die Produktion in seinem Kölner Motorenwerk zurück. Mit dem Betriebsrat sei für acht Tage im Januar und Februar Kurzarbeit vereinbart worden, teilte das Unternehmen am Dienstag auf Anfrage mit. Von den 17.400 Beschäftigten am Standort Köln seien aber nur 700 betroffen.
Mercedes hat für die nächsten Wochen Kurzarbeit für insgesamt 39.000 Beschäftigte angesetzt. Die Autozulieferer Bosch, Continental, Schaeffler und Grammer haben ebenfalls für weit mehr als 10.000 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.
(APA)