Schnellauswahl

Besucherrekord im Stift Admont

APA (Stift Admont)
  • Drucken

Die generalsanierte obersteirische Admonter Stiftsbibliothek hat so viel Besucher wie noch nie angezogen: Mehr als 85.000 Besucher - und damit um ein Viertel mehr als in den Jahren zuvor - haben die Klosterbibliothek im Vorjahr besucht, teilt das Benediktinerstift mit. Die Verbindung von Natur und Kultur ist Jahresthema der neuen Museumssaison, die mit 29. März beginnt.

Den Besucherrekord erklärt sich das Admonter Museum vor allem mit der Wiedereröffnung der Stiftsbibliothek. In den vergangenen Jahren verzeichnete das Stift rund 65.000 Besucher. Die Vorbereitungen für die diesjährige Saison, die Ende März beginnt, sind im Gange: Unter dem Titel "Natur - Die Schöpfung ist nicht beendet" geht es um Grenzen und Entgrenzungen von Natur und Kultur. Michael Braunsteiner, Kurator der Sammlung Gegenwartskunst, dazu: "Wir werden mit Sicherheit keine biedere Landschaftsmalerei zeigen, Künstler präsentieren kritische Positionen zum Thema Natur, vor allem im Hinblick auf die Folgen eines Fehlumganges mit der Natur".

Die Sonderausstellung soll auch die naturhistorische Sammlung des Museums besser ins Rampenlicht rücken: Die aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammende Sammlung von Pater Gabriel Strobl (1846 - 1925) umfasst eine riesige Insektensammlung mit rund 252.000 Exemplaren. In einem eigenen Raum wird ein weiteres Kuriosum - die Wachsfrüchte-Sammlung von Pater Constantin Keller (1778 - 1864) mit nicht weniger als 243 Exponaten - präsentiert.

Ab dem 30. Mai ist die vom deutschen Kunsthistoriker und Psychiater Hans Prinzhorn (1886-1933) aufgebaute Sammlung von Werken geisteskranker Künstler in Admont zu sehen. In den Nachkriegsjahren des ersten Weltkriegs baute er eine einzigartige Sammlung von Werken aus psychiatrischen Anstalten auf. Künstler wie Alfred Kubin, Paul Klee, Max Ernst oder Pablo Picasso ließen sich von den Patientenwerken faszinieren und inspirieren.

Infos unter

(APA)