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Wien: Rasper & Söhne vor Ausgleich

Rasper & Söhne
(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)
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Das Traditions-Unternehmen hat Verbindlichkeiten von knapp zwei Millionen Euro. Vor allem beim Geschirr lief das Geschäft schlecht. Beim Modehandel sieht es nicht so schlecht aus.

Wien (red/uw). Von Finanzproblemen wusste man schon länger, nun muss Rasper & Söhne auch den Gang zum Gericht antreten: Das Traditionsunternehmen beantragt laut dem Kreditschutzverband 1870 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung den Ausgleich. Die Verbindlichkeiten betragen beinahe zwei Millionen Euro.

Der Grund für die Probleme liegt vor allem im Verkaufsrückgang beim Geschirr. Hier dürfte sich auch der Wechsel von der prominenten Adresse am Graben in die Habsburgergasse vor zwei Jahren ausgewirkt haben. Während der Modehandel von Rasper & Söhne (Habsburgerg. 1) nach dem Ausgleich weitergeführt werden soll, wurde das Kerngeschäft bereits eingestellt: Mitte Jänner wurde der Shop für Tischkultur und Porzellan (Habsburgerg. 10) geschlossen.

Comeback-Partner in Konkurs

Aber, so hofft Geschäftsführerin Daniela Birkmayer, nicht für immer. Die Schließung sei vielmehr auch nötig gewesen, weil das Haus verkauft werde und es unklar sei, ob Rasper & Söhne bleiben könnte oder sich ein neues Lokal suchen müsste. Allein: Das wäre nicht das einzige Problem für einen Neustart. Wurde doch der bereits bekannt gegebene Wunschpartner für ebendiesen - das deutsche Tischkulturunternehmen „Rosenthal" - kürzlich vom irischen Mutterkonzern „Waterford Wedgwood" in den Konkurs gerissen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2009)