Audi und Ford wollen angesichts der Absatzkrise in der Autoindustrie die Kurzarbeit ausweiten. Audi kündigte am Freitag einen Produktionsstopp vom 20. bis 27. Februar in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm an. Bisher hatte Audi nur einen Stopp der Bänder zwischen dem 23. und 27. Februar am Firmensitz Ingolstadt mitgeteilt. Insgesamt sind 25.000 Mitarbeiter betroffen, wie Audi jetzt erklärte.
Der Autobauer stockt allerdings das Kurzarbeitergeld auf, damit die betroffenen Mitarbeiter nicht zu große Löcher im Budget haben. Auch Ford plant wegen des Nachfrageeinbruchs auf wichtigen europäischen Automärkten mehr Kurzarbeit in seinen deutschen Werken. Vorgesehen sei nun auch eine Kürzung der Produktion in den beiden Fertigungswerken Köln und Saarlouis, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag der AP. Der genaue Umfang der Maßnahmen müsse aber noch in Gesprächen mit dem Betriebsrat geklärt werden. Im Kölner Fiesta-Werk arbeiten rund 4.100 Mitarbeiter, in Saarlouis 8.500 Beschäftigte.
Wegen der massiv gesunkenen Nachfrage hatten bereits BMW, VW und Daimler Produktionseinschränkungen angekündigt. Auch ThyssenKrupp drosselt wegen der sinkenden Nachfrage der Autohersteller seine Produktion. Der italienische Automobilhersteller Fiat will unterdessen wegen der anhaltenden Absatzkrise seinen Produktionsstopp ausdehnen. In Mirafiori am Heimatstandort Turin würden die Bänder nun vom 23. Februar bis zum 13. März stillstehen, hieß es am Freitag in Unternehmenskreisen.
(APA)