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"I am from Austria": Rainhard-Fendrich-Musical geplant

INTERVIEW MIT RAINHARD FENDRICH
Rainhard Fendrich(c) APA (GEORG HOCHMUTH)
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Anfang 2016 soll das Musical "I am from Austria" im Ronacher Premiere feiern. Die Subventionen für die Vereinigten Bühnen Wien wurden erhöht.

"I am from Austria" heißt es ab Anfang 2016 im Ronacher: Ein gleichnamiges Musical von Rainhard Fendrich wurde heute, Mittwoch, von den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) als Teil des "ausfinanzierten" Spielplans für 2015/16 vorgestellt.

"Evita" und "Mozart!" kommen zurück. VBW-Generaldirektor Thomas Drozda zeigte sich erfreut, mit einem Dreijahresvertrag erstmals "eine stabile Grundlage" zu haben.

Mehr Subventionen für Vereinigte Bühnen

Wie heute zudem bekannt wurde, wird die Subvention der in den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) zusammengefassten Musicalbühnen Raimund Theater und Ronacher sowie der Opernhäuser Theater an der Wien und Kammeroper wird nachhaltig erhöht: Die durch eine Zusatzsubvention von 4,9 Millionen Euro auf 42 Millionen Euro erhöhte Basisabgeltung der Stadt Wien steht auch 2015 zur Verfügung. Für 2016 sind 41 Millionen, für 2017 40 Millionen Euro vorgesehen.

"Wir haben mit 42, 41 und 40 Millionen Euro (für 2015, 2016 und 2017, Anm.) das erste Mal Planungssicherheit. Ich hatte das seit meinem Amtsantritt 2008 ganz oben auf meiner Agenda", sagte Drozda über die heute bekannt gegebene künftige Subventionshöhe der Stadt Wien. "Damit sind auch alle Debatten über die Auflösung oder Halbierung des Orchesters oder die Auflösung von Spielstätten vom Tisch. Ich bin sehr beruhigt und sehr erleichtert."

96 Prozent Auslastung bei "Mary Poppins"

Auch eine derzeitige Auslastung von 96 Prozent bei "Mary Poppins", 92 Prozent bei "Mamma Mia!" und 95 Prozent in der Oper mache ihn "sehr zufrieden".

Große Shows, Deutschsprachige Erstaufführungen und Uraufführungen seien "immer Teil unseres Konzepts, unserer Identität, unserer DNA" gewesen und würden es auch bleiben, so Drozda. "Der Weg, den wir gehen, ist sehr erfolgreich."

Einer möglichen Rückkehr zur auch nur temporären Musical-Bespielung des Theaters an der Wien durch eine künftige gemeinsame künstlerische Leitung - die für Drozda bloß "eine Option" ist - erteilte der Generaldirektor eine klare Absage: "Das halte ich für undenkbar und auch für falsch." Das Theater an der Wien sei derzeit "ideal positioniert". Im Musical-Bereich sei auch "weiterhin alles offen", internationale Lizenzproduktionen seien neben Eigenentwicklungen auch künftig vorstellbar.

Künftig zwei Stücke pro Saison

Musical-Intendant Christian Struppeck kündigte ein leicht geändertes Bespielungskonzept für das Ronacher an, das mehr Vielfalt und kürzere Laufzeiten bringe. Künftig soll es in einer Art "Semi-Stagione" zwei Stücke pro Saison geben. Die Saison 2015/16 stünde unter dem Motto "Tradition und Moderne" und lege einen Schwerpunkt auf Eigenproduktionen.

(APA)