Autos wurden seit dem Jahr 2000 um ein Fünftel teurer

(c) AP (Martin Meissner)
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Neuwagen wurden in den vergangenen acht Jahren um etwa 20 Prozent teurer - doch heuer werden die Preise massiv sinken. Das liegt an billigeren Rohstoffen und der drohenden Rabattschlacht der Hersteller.

Neuwagen sind in Deutschland seit dem Jahr 2000 im Schnitt um knapp ein Fünftel teurer geworden, 2009 werden die Preise unter anderem wegen der günstigeren Rohstoffe aber nachgeben. Das ist das Fazit einer gemeinsamen Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen und des Prognose-Instituts BDW-Automotive.

Billige Rohstoffe und Rabattschlacht

"Der Stahl wird billiger und der Anteil der Firmenkunden mit größeren, gut ausgestatteten Dienstwagen geht zurück", sagte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer am Montag. Hinzu kämen deutliche Rabatte beim Neuwagenkauf.

Durschnittspreis 2008: 24.873 Euro

Der Studie zufolgte stiegen die durchschnittlichen Listenpreise der in Deutschland verkauften Fahrzeuge einer Marke ohne Extras seit dem Jahr 2000 und dem vergangenen Jahr von 20.410 auf 24.873 Euro. Schon 2008 habe sich der Preisanstieg aber stark verlangsamt. Nur Ford konnte zwischen 2007 und 2008 noch deutlich höhere Preise (plus 4,5 Prozent) durchsetzen. Größere Modelle wie Mondeo, Transit und Focus seien gut verkauft worden, während kleinere Wagen wie der Fiesta und der Ka am Ende ihres Modellzyklus weniger gefragt wurden.

VW wurde teurer, Opel billiger

Die Marke VW steigerte ihre Durchschnittspreise von 2007 bis 2008 um 1,5 Prozent auf 22.543 Euro und die Schwestermarke Audi vor allem dank des neuen Audi A4 um 0,8 Prozent auf 35.690 Euro. Die größten Einbußen musste Opel hinnehmen: Die Durchschnittspreise der Marke sanken 2008 gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 18.947 Euro. Den höchsten Durchschnittspreis erzielte in dem Zeitraum der Münchner Autobauer BMW mit 36.819 Euro. Zweiter wurde Mercedes-Benz mit einem durchschnittlichen Listenpreis von 36.452 Euro.

(Ag.)

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