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IWF: Wirtschaftskrise kostet 2.200.000.000.000 Dollar

IWF
(c) REUTERS (Karoly Arvai)
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Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das Wirtschafts-Wachstum auf 0,5 von 2,2 Prozent gesenkt. Nach jüngsten Schätzungen kostet die Wirtschaftskrise 2,2 Billionen Dollar.

Die Weltwirtschaft steckt nach einer neuen Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der schärfsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Insgesamt seien durch die Finanzkrise weltweit Verluste in Höhe von 2,2 Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) zu erwarten, teilte der IWF am Mittwoch in Washington mit. Noch im Oktober hatte der Fonds die Summe auf 1,4 Billionen Dollar geschätzt. Angesichts der Krise sei im laufenden Jahr weltweit nur ein mageres Wachstum von 0,5 Prozent zu erwarten.

Im November hatte der IWF noch ein Weltwirtschaftswachstum von 2,2 Prozent für 2009 erwartet. Nun hat der Fonds innerhalb von nur zwei Monaten seine eigene Prognose um 1,7 Prozentpunkte drastisch nach unten korrigiert. Für 2010 erwartet der IWF weltweit 3,0 Prozent Wachstum.

In den Industriestaaten werde die Wirtschaft heuer um 2 Prozent schrumpfen. Schlimmer als für die USA (-1,6 Prozent) schaut die Prognose für die Euro-Zone (-2,0 Prozent) aus. Düstere Erwartungen hat der IWF auch für Deutschland (-2,5 Prozent) und Großbritannien (-2,8 Prozent). China werde heuer nur um 6,7 Prozent wachsen, die November-Prognose des IWF wurde damit um 1,8 Prozent zurückgenommen. Auch für Russland (-0,7 Prozent) und die mittel- und osteuropäischen Staaten (-0,4 Prozent) schauen die Wirtschaftsaussichten trist aus.

Die Finanzprobleme bleiben akut und ziehen die Realwirtschaft hinunter, heißt es im IWF-Bericht. Eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft werde erst möglich sein, wenn der Finanzsektor wieder funktioniere und die Kreditklemme beseitigt sei. Daher seien neue politische Initiativen notwendig, insbesondere öffentliche Unterstützung für lebensfähige Finanzinstitutionen durch Kapitalspritzen und die Ausmerzung von faulen Veranlagungen.

(APA)