Porsche stoppt Autoproduktion mangels Absatz

(c) AP (Eckehard Schulz)
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Porsche lässt als Teil eines 100 Millionen schweren Sparprogramms für 19 Tage die Produktion ruhen. Kündigungen und Kurzarbeit sind aber derzeit ausgeschlossen. Grund ist der massive Absatzrückgang.

Auch das bisher als krisenfest geltende Luxuswagen-Segment wird von der Automobil-Flaute erfasst: Porsche ist zu einem rund 100 Millionen Euro schweren Sparprogramm gezwungen. Vorstandschef Wendelin Wiedeking kündigte am Freitag an, im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen des Sportwagenbauers sollen die Bänder bis zum Beginn der Sommerpause an weiteren 19 Tagen stillstehen. Im Dezember und Jänner hatte es bereits an 11 Tagen einen Produktionsstopp gegeben.

Ein Viertel weniger Autos verkauft

Der Absatz von Porsche brach im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 um über 27 Prozent auf rund 34.000 Fahrzeuge ein. Die Erlöse sackten zwischen August und Jänner um über 14 Prozent auf rund 3 Mrd. Euro ab. Detaillierte Angaben zum operativen Ergebnis machte der Porsche-Chef nicht. Wiedeking deutete aber an, dass die Einbußen im Halbjahr in Größenordnung des Absatzrückgangs lagen. Die Zwischenbilanz wird spätestens am 31. März 2009 veröffentlicht.

Schwaches Ergebnis erwartet

Für das gesamte Geschäftsjahr kündigte der Porsche-Chef schwächere Zahlen an: "Trotz aller heutiger Anstrengungen wird jedenfalls das Kunststück, das wir im Berichtsjahr abgeliefert haben, wohl kaum zu wiederholen sein." Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Porsche vor allem wegen der VW-Beteiligung ein Rekordergebnis erzielt und als erstes Industrieunternehmen mehr Gewinn als Umsatz eingefahren.

(Ag./ebl)

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