US-Autoabsatz brach im Jänner noch weiter ein

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Im Jänner 2009 wurden in den USA so wenige Autos verkauft wie 1982. Besonders hart traf es die taumelnden US-Hersteller und Toyota. Aber auch die deutschen Marken mussten Einbußen hinnehmen.

Die Krise auf dem US-Automarkt hat sich zu Jahresbeginn weiter verschärft: Der Fahrzeugabsatz sackte im Jänner auf den niedrigsten Stand seit mehr als 26 Jahren. Die Verkaufszahlen brachen um 37 Prozent auf 656.976 Fahrzeuge ein, wie die Organisation Autodata mitteilte.

Bei der ums Überleben kämpfenden Opel-Mutter General Motors (GM) brachen die Verkäufe im Jänner um rund die Hälfte ein, beim ebenfalls notleidenden Chrysler-Konzern sogar noch stärker. Auch für die anderen Hersteller ging es wegen der Rezession steil bergab.

Die gerundeten Verkaufszahlen im Überblick:

Absatz USA gerundet Jan 09 Jan 08 +/- in % Chrysler 62.000 144.200 -57 GM 129.000 252.900 -49 Ford 90.600 148.500 -39 Daimler 12.200 19.100 -36 Porsche 1.750 2.700 -36 Toyota 117.300 177.700 -34 Audi 4.700 6.400 -26 BMW 14.300 17.000 -16 VW 12.700 14.400 -12

Mehrwert- auf Einkommenssteuer rechnen

Die Senatoren beschlossen ihre Steuer-Initiative am Dienstag mit 71 zu 26 Stimmen. Demnach sollen Käufer die für einen Neuwagen entrichtete Mehrwertsteuer mit der Einkommenssteuer verrechnen dürfen, genauso auch eventuelle Zinszahlungen für Ratenkredite. Das Vorhaben stellt einen Zusatz zum Konjunkturpaket der Regierung von Präsident Barack Obama dar, das sich auf über 900 Milliarden Dollar (700 Mrd. Euro) summieren könnte.

Hilfspaket auch in Italien

Auch in Italien herrscht Alarm wegen der schweren Krise auf dem Automarkt. Er ist im Jänner um 32,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück gegangen und liegt damit auf dem niedrigsten Niveau seit 25 Jahren, berichteten italienische Medien am Dienstag. Stark betroffen ist die Fiat-Gruppe. Der Turiner Konzern erlitt einen Einbruch von 31,3 Prozent. Die italienische Regierung will noch in dieser Woche ein umfangreiches Hilfspaket für die Autoindustrie bewilligen. Nach Medienberichten soll die Autoindustrie Italiens mit rund 300 Millionen Euro angekurbelt werden. Geplant seien Anreize für Käufer. Möglich sei, dass das Paket durch Steuererleichterungen und Finanzierungszusagen ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro erreichen könne.

(Ag./Red.)

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