Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Teenager werden Mütter (ATV): Ab und zu mal Bravo lesen!

Rada mit ihrem Freund
(c) ATV
  • Drucken

Erst 15 Jahre alt und schon schwanger: Der Privatsender ATV geht neue Wege in Sachen Trash-TV.

"Jetzt bist scho wieder schwanger!" - „Jo eh". Dieser Dialog zwischen einer Mutter und ihrer Tochter (und zwar in der Reihenfolge und nicht etwa umgekehrt) in der ATV-Dokusoap "Teenager werden Mütter" sagte eigentlich schon alles. Die genervt-aufgebrachte Erziehungsberechtigte, die sich mit der gelangweilten Überforderung ihres Nachwuchses herumschlagen muss - das ist der Tenor dieser Sendung. Ja, natürlich haben die Caster auch eine Familie aufgetrieben, in der alles eitel Wonne ist und die sogar noch sonntags in die Kirche geht. Aber grundsätzlich regiert hier das Chaos. Das wiederum ist das einzig Authentische an dieser Doku-Soap, die mit aufgesetzten und unnatürlichen Dialogen irritiert. Das führt allerdings auch zu absurden Situationen wie jener, in der eine Mutter ihrer schwangeren Tochter erklärt, wie man Faschiertes macht - denn als werdende Mutter muss man so etwas wissen.

Problematisch wird die Geschichte allerdings beim Fall der 15-jährigen Rada, deren Freund Gabriel ganz gern mal mit dem Gesetz in Konflikt kommt und auch kreativ ist, was die Beschaffung eines Kinderwagens angeht. Da rutscht die Sendung leicht in den Sozialporno. Auch die Empathie bleibt ganz schön auf der Strecke, wenn die knallharte Kondom-Riss-Erzählung mit ironisch-romantischer Musik unterlegt wird. Aber sagen wir es, wie es ist: Genau die Darstellung dieses wilden Paares wird die Zuseher bei der Stange halten - es ist und bleibt nun mal Trash-TV. Das auch ab und an schöne Sätze zustande bringt wie jenen einer werdenden Großmutter: "Ah, die Bravo liest du? Hättst öfter mal reinschauen sollen, dann wärst jetzt nicht schwanger..."