BMW kam mit blauem Auge durch Krise 2008

BMW ist 2008 mit einem blauen Auge durch die Krise der Automobil-Hersteller gekommen. Der Umsatz sei vergangenes Jahr um fünf Prozent auf 53,2 Mrd. Euro gefallen, teilte der Konzern mit. In der Auto-Sparte betrug das Minus gut neun Prozent, besser lief es dagegen im Motorrad-Segment und bei den Finanzdienstleistungen. Trotz Rezession habe man ein "deutlich positives Konzernergebnis" erzielt.

Im Jänner verkaufte BMW allerdings fast knapp ein Viertel weniger Autos. Die Zahl der im vergangenen Monat weltweit ausgelieferten Wagen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce sei um 24,2 Prozent auf 70.400 Einheiten geschrumpft, teilte der Konzern mit. Beim Ingolstädter Rivalen Audi hatte das Minus zu Jahresanfang sogar 28,6 Prozent betragen.

BMW-Vertriebschef Ian Robertson erklärte, die Marktsituation bleibe weiter "sehr herausfordernd". Die Kernmarke BMW verkaufte im Jänner 22,1 Prozent weniger von ihren Wagen, noch stärker war der Einbruch bei der Kleinwagenmarke Mini mit minus 34,5 Prozent. Von den Luxuswagen der Marke Rolls-Royce verkaufte der Konzern knapp zehn Prozent weniger. Ein Plus verzeichnete das gerade erneuerte Flaggschiff 7er. Von dem Oberklassemodell verkaufte BMW im Jänner mit knapp 2.500 Einheiten, 5,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Im abgelaufenen Jahr war der Konzernabsatz über Marken und Modelle hinweg um 4,3 Prozent auf 1,44 Millionen gesunken.

Die dramatische Krise in der Autoindustrie hat auch Europas größten Autokonzern Volkswagen zu Jahresbeginn voll erwischt. Im Jänner brach der weltweite Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund ein Fünftel ein, wie es am Freitag in Unternehmenskreisen hieß. Bei der bisher erfolgsverwöhnten VW-Tochter Audi sank der Absatz im Jänner sogar um mehr als 28 Prozent. Das teilte Audi in Ingolstadt mit.

(APA)

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