Die Schweizer Großbank UBS verlor 2008 netto 13 Milliarden Euro, so viel wie noch nie. Allein im Schlussquartal waren es 5,3 Milliarden Verlust - zumindest um gut drei Milliarden weniger als Ende 2007.
Die Schweizer Großbank UBS hat am Dienstag das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte präsentiert. 19,7 Mrd. Franken (13,023 Mrd. Euro zum Kurs von 1,5124 vom 10. Februar 2009 ) Verlust hat die einst stolze UBS 2008 eingefahren. Allein im Schlussquartal verlor die Bank 5,36 Milliarden. Das sind aber um 3,2 Milliarden weniger Verlust als in den letzten drei Monaten 2007 - da waren es 8,57 Milliarden Euro zum heutigen Kurs.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
UBSin Mio. €
Veränderung
4. Qu 084. Qu 07in Mio. €in %Zinsertrag1.2341.01621821,41Kreditverlust1.5271571.370870,59Ergebnis trading-5.805-9.2013.396-36,91Ertrag operativ2.697-2.7325.429,12-198,72Ergebnis vor Steuer-6.430-8.6292.199-25,49Nettoergebnis-5.356-8.5743.218-37,53
UBSin Mio. €
Veränderung
20082007in Mio. €in %Zinsertrag 4.101,43 4.020,9480,482,00Kreditverlust2.257,21179,312.077,901.158,82Ergebnis trading-19.192,35-6.293,23-12.899,12204,97Ertrag operativ1.164,0223.898,89-22.734,88-95,13Ergebnis vor Steuer-19.657,95-2.819,26-16.838,70597,27Nettoergebnis-14.839,90-3.953,14-10.886,76275,40
Trading und Kredite drücken Ergebnis
Grund für das miserable Resultat war hauptsächlich ein katastrophales Ergebnis des Investment-Bankings. Netto verlor die UBS im Bereicht Trading 16,8 Milliarden Euro. Kreditverluste schmälerten das Eigenkapital um weitere zwei Milliarden.
Ein Licht am Ende des Tunnels
Für 2009 sieht Konzernchef Marcel Rohnerallerdings bereits Licht am Ende des Tunnels. Dank der Auslagerung fauler und illiquider Papiere an den Fonds der Schweizerische Nationalbank (SNB) konnten die Risikopositionen markant reduziert können.
Um sich an die neuen Marktbedingungen anzupassen verändert sich die UBS auch strukturell. So wird per sofort das Vermögensverwaltungsgeschäft in den USA vom übrigen Geschäft mit privaten Kunden und von den Tätigkeiten auf dem Schweizer Markt getrennt. Im neu geschaffenen Bereich Wealth Management & Swiss Bank werden alle Vermögensverwaltungstätigkeiten außerhalb von Nord- und Lateinamerika sowie das Schweizer Privat- und Firmenkundengeschäft zusammengefasst.
All das soll dazu führen, dass die UBS schon 2009 wieder schwarze Zahlen schreiben will.
(Ag./ebl)