Seat verringert die Kurzarbeit um zweit Tage, da die Verschrottungs-Prämie die Nachfrage nach dem Ibiza vervierfacht hat. Auch Ford in Deutschland erlebt einen Auftragsboom.
Die Verschrottungsprämie für ältere Autos sorgt bei immer mehr Herstellern für einen Nachfrageschub und mehr Beschäftigung in den kaum ausgelasteten Werken. Die spanische VW-Tochter Seat teilte am Dienstag mit, die im Stammwerk in Martorell angekündigte Kurzarbeit um zwei Tage zu verringern.
Als Grund nannte Seat Aufträge aus Deutschland für den Ibiza, die viermal so hoch seien als erwartet. Dadurch könne die für März angekündigte Kurzarbeit in der Produktion des Kleinwagens um zwei Tage verringert werden. Seat hatte wegen eines Verkaufsrückgangs bis Ende Juni für insgesamt 29 Tage Kurzarbeit angekündigt, elf davon im März. Deutschland ist größter Exportmarkt für Seat.
Auftragsboom bei Ford Deutschland
Die Abwrackprämie der deutschen Bundesregierung für Altautos hat auch bei Ford Deutschland zu einem Auftragsboom geführt. In der zweiten Januar-Hälfte habe sich der Auftragseingang für die Kleinwagen-Modelle Fiesta, Ka und Fusion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 10.000 Stück vervierfacht, sagte Jürgen Stackmann, Geschäftsführer der Ford-Werke GmbH. "Das Konjunkturpaket II greift bei Ford sehr positiv. Es herrscht fast Goldgräberstimmung."
(Ag.)