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Finanzkrise: "Auswirkungen auf Realwirtschaft stehen erst bevor"

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn
(c) Reuters (Zainal Abd Halim)
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IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn fordert eine rasche Umsetzung der beschlossenen Konjunktur-Programme. Zudem warnt er vor einer Renaissance des Protektionismus.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert wegen anhaltender Wachstumsgefahren durch die Finanzkrise eine rasche Umsetzung der in diversen Ländern beschlossenen Konjunkturprogramme. "Das Problem ist, dass die Auswirkungen auf die Realwirtschaft größtenteils noch bevorstehen", sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn der internen Internetpublikation "IWF Survey", wie diese am Donnerstag meldete.

2009 wird "ziemlich schlechtes Jahr"

2009 werde mit Sicherheit ein "ziemlich schlechtes Jahr" für das Wachstum nicht nur für die Industriestaaten, sondern auch für die Schwellenländer werden. Vor diesem Hintergrund mahnte Strauss-Kahn rasches Handeln an: Es gehe jetzt nicht mehr darum, die Regierungen von der Notwendigkeit zum Handeln zu überzeugen, sondern darum, dass sie die entsprechenden Beschlüsse in die Tat umsetzten.

Die Gefahr, dass Staaten in der Krise zu protektionistischen Lösungen griffen, bezeichnete der IWF-Chef als "sehr groß". Vor allem in der Finanzindustrie könne dies auch auf indirektem Wege geschehen. "Wenn Regierungen den Banken zum Beispiel neue Mittel zur Verfügung stellen oder sie rekapitalisieren, könnten sie einen Hinweis hinzufügen, dass das Geld im eigenen Land bleiben soll." Ähnliche Zusätze seien in Konjunkturprogrammen möglich. "Diese Art des Protektionismus könnte also zurückkommen", sagte Strauss-Kahn.

(Ag.)