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Schmied will Gebärdensprache im Unterricht forcieren

Austrian Education Claudia Schmied addresses a news conference after the first day of a government me
(c) REUTERS (Heinz-peter Bader)
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Die Bildungs-Ministerin will Gebärdensprache zur Unterrichtssprache machen. Bisher führte diese Form der Gehörlosensprache ein Schattendasein im Bildungsbereich.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will Gebärdensprache zur Unterrichtssprache machen. Obwohl auf Ämtern, vor Gericht oder auch bald bei den Nationalratsdebatten Gebärdendolmetscher arbeiten, führt die Sprache immer noch ein Schattendasein im Bildungsbereich. Schmied erklärte im "Ö1 Morgenjounal": "Es ist sehr erfreulich, dass im Rahmen der EU jetzt ganz klar der Trend hingeht, auch im Bereich des Unterrichts die Gebärdensprache anzuerkennen und sie auch dezitiert zu verankern."

Die österreichische Gebärdensprache ist seit Herbst 2008 erstmals in den Lehrplänen für gehörlose Schüler verankert - aber noch ohne Konsequenzen. Schmied bestätigte den Nachholbedarf: "Wir haben jetzt an vier Standorten in Wien, Linz, Salzburg und Graz bilinguale Klassen eingerichtet, wo parallel immer auch in der Gebärdensprache unterrichtet wird."

Auch in der Lehrerausbildung müsse die Gebrädensprache forciert werden, meint Schmied. Bisher müssen Lehrer an Gehörlosen-Schulen nicht gebärden können. Schmied betont: "Es muss fixer Bestandteil an den Pädagogischen Hochschulen sein, auch im Bereich der Fortbildung, es muss die Möglichkeit geben, sich in dem Bereich weiterzubilden."

 

 

(Ag./Red.)