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ORF-politik: „Unzufrieden“ mit Wrabetz

(c) APA (Herbert Neubauer)
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Der Bundeskanzler distanziert sich vom ORF-General. Einen Wechsel an der Spitze will er nicht ausschließen, denn es könne "so nicht weitergehen".

„Ganz sicher nicht“ könne er ausschließen, dass es an der Spitze des ORF einen Personalwechsel geben wird, sagte Bundeskanzler Werner Faymann laut der ihm nahestehenden Zeitung „Österreich“: Er sei „mit der Art, wie der ORF derzeit geführt wird, unzufrieden“, es könne „so nicht weitergehen“. Und Faymann stellt Wrabetz ein klares Ultimatum: „Der ORF muss bis 2.April ein unumstrittenes Zukunftskonzept haben – wenn nicht, dann kommt es zu Veränderungen.“

Sollte die ORF-Geschäftsführung das verlangte Strategiepapier im April nicht vorlegen, dann „müssen wir ein solches selbst erstellen“: Mit dieser Drohung sekundierte ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf laut APA dem Bundeskanzler. Die Politik müsse sich angesichts „alarmierender Zahlen“ mit dem ORF „notgedrungen“ beschäftigen. Er sieht etwa „eine völlig überzogene Struktur“ bei der personellen Ausstattung des ORF.

SP-Klubobmann Josef Cap empfahl der Politik hingegen, sich aus der Diskussion über das Strategiepapier „rauszuhalten“, das sei „Sache der ORF-Geschäftsführung und des Stiftungsrates“. Und Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SP) kündigte an, er werde „sich das Konzept anschauen und sich dann weitere Schritte überlegen“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2009)