Mit einem Vermögen von umgerechnet 14 Mrd. Dollar ist der russische Finanz- und Stahl-Tycoon Michail Prochorow vom russischen Magazins "Finans" zum reichsten Mann des Landes gekürt worden. Der Vorjahressieger, Strabag-Großaktionär und Aluminium-Magnat Oleg Deripaska, verlor in der Krise 90 Prozent seines Vermögens und landete mit den verbleibenden 4,9 Mrd. Dollar auf dem 8. Rang.
Prochorow verlor wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise rund 7 Mrd. Dollar, dennoch konnte er den 1. Platz erringen, weil viele russische Oligarchen noch mehr verloren hatten. Prochorow ist eine umstrittene Figur: Vor zwei Jahren wurde er wegen des Verdachts der Zuhälterei in dem französischen Skiort Courchevel vorübergehend festgenommen.
Roman Abramowitsch, Inhaber des britischen Fußballclubs Chelsea London, hielt sich trotz eines von 23 auf 13,9 Mrd. Dollar geschrumpften Vermögens auf Platz drei. Insgesamt hat sich die Zahl der Dollarmillionäre in Russland durch die Wirtschaftskrise im Vergleich zum Vorjahr laut "Finans" halbiert: Es gibt jetzt nur noch 49 superreiche Männer.
(APA)