Kurzarbeit in Österreich nimmt weiter zu

(c) APA (MARKUS LEODOLTER)

Ende März werden in Österreich über 33.000 Menschen kurzarbeiten müssen, fast ein Drittel mehr als noch Anfang Februar. Betroffen sind vor allem die Automobil- und ihre Zulieferindustrie.

Immer mehr Österreicher müssen kurzarbeiten - laut Arbeitsmarktservice sind es derzeit 27.575 Arbeitnehmer in 146 Betrieben. Bis Ende März kommen fix 19 weitere Betriebe mit 5.458 Betroffenen hinzu. Österreichweit werden dann 33.033 Arbeitnehmer in 165 Betrieben kurzarbeiten. Zum Vergleich: Mit 1. Februar gab es 22.411 Kurzarbeiter in 113 Betrieben. Die Kosten für den Lohnausgleich werden vom AMS mit 87,2 Mio. Euro beziffert.

Industrie besonders betroffen

Betroffen von der Kurzarbeit sind vor allem Arbeitnehmer in der Automobil- und Zulieferindustrie. Etwa drei von vier Kurzarbeitern sind laut AMS in diesen zwei Branchen tätig. So arbeiten beispielsweise bei Magna-Steyr in Graz seit November 2.616 Mitarbeiter kurz. Im GM-Powertrain-Werk in Wien-Aspern müssen wegen der Autokrise seit Mitte Jänner 1.540 von insgesamt 1.850 Mitarbeitern kurzarbeiten.

Die Metall-, Holz- und Kunststoffproduktion setzt ebenfalls auf Kurzarbeit. Bei der Voest in Linz arbeiten rund 2.500 Mitarbeiter kurz. Im Tochterwerk Böhler Edelstahl in Kapfenberg sind seit Monatsmitte 1.700 Arbeitnehmer von der Kurzarbeit betroffen. Der Schalungsplattenhersteller Doka, der zur international tätigen Umdasch-Gruppe mit Sitz in Amstetten gehört, fährt ab März Kurzarbeit für rund 1.000 Mitarbeiter. In der heimischen Holzindustrie sollen bereits fast 25 Prozent der Beschäftigten kurzarbeiten.

Über ein Drittel in Oberösterreich

Die meisten Kurzarbeiter gibt es in Oberösterreich. Per Ende März werden hier 12.157 Personen kurzarbeiten. Die wenigsten gibt es mit nur 24 Betroffenen in Vorarlberg.

Eine Übersichtskarte über die Kurzarbeiter in allen Bundesländern finden Sie hier.

 

 

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