Der Aufbau war langwierig, die Ballnacht glamourös. Nach nur wenigen Stunden erscheint die Oper wieder in ihrer üblichen Gestalt. Die 40.000 Blumen waren nach zwei Stunden wie weggefegt.
Um die Staatsoper in einen festlichen Ballsaal aufzuputzen, arbeiteten unzählige Handwerker, Gärtner und Organisatoren fast ganze drei Tage lang. Für die Rückverwandlung des Sangeshauses in seinen gewöhnlichen Zustand standen nur wenige Stunden zur Verfügung. Bereits um 6.00 Uhr Früh, während die letzten Ballgäste wohl erst in ihre Betten fielen, starteten schon die ersten Putztrupps. Der Grund: Bereits am Freitagnachmittag stand die nächste Vorstellungen - die "Zauberflöte" für Kinder - auf dem Programm.
Hilfe von den Gästen erhielten die Mitarbeiter zumindest bei der floralen Deko. "Viele Leute nehmen eine Blume vom Opernball als Erinnerung mit", so ein Mitarbeiter. Von den Überresten der rund 40.000 Rosen, Orchideen, Tulpen sowie Flieder-, Pfirsich- und Kirschblüten, die diesmal die Säle zierten, sei nach zwei Stunden nichts mehr zu sehen gewesen.
Normal-Anblick ab Freitagabend
Neben dem Müll musste auch der Rote Teppich samt überdachtem Entree daran glauben. Der Abbau startet unmittelbar nach Ballende, bis Freitagabend soll die Oper wieder im gewohnten Anblick erstrahlen, hieß es bei der Gebäudeverwaltung.
Das Parkett im Ballsaal, von dem aus die Kinder die "Zauberflöte" verfolgen, wird erst am Samstag ab 5.00 Uhr abgebaut. Das Ziel: Bis zur nächsten regulären Vorstellung um 20.00 Uhr müssen die letzten Reste der Tanzveranstaltung verschwunden sein.
(Ag./Red.)