Das professionelle Autoteilen (engl.: "carsharing") wird immer beliebter. 2008 stieg die Zahl der Nutzer um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weiters wurden 20 Prozent mehr Fahrzeuge und acht Prozent mehr Fahrten durchgeführt, rechnete Christof Fuchs, Chef von Carsharing Österreich, auf APA-Anfrage vor. Insbesondere bei den Geschäftskunden sei ein deutlicher Anstieg zu vermerken.
So könne sich ein Unternehmen, das im Jahr auf zwei Millionen Euro an amtlichen Kilometergeld komme, 50 bis 60 Prozent der Mobilitätskosten durch Carsharing ersparen. Diese würden aus Kostengründen vermehrt auf einen Mix aus ÖBB/Straßenbahn/U-Bahn und Auto-Teilen setzen. Außerdem sei ein besonders hoher Akademikeranteil zu verzeichnen. Fuchs führt dies darauf zurück, dass diese Gruppe die Mobilitätskosten eben genau berechne.
Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) nutzen insgesamt rund 16.000 Österreicherinnen und Österreicher das Auto-Teilen. In der Schweiz wird Carsharing aber von fünf Mal so vielen Menschen verwendet. Eine VCÖ-Studie sieht das Potenzial für Carsharing in Österreich bei rund 100.000 Personen Der VCÖ betont, dass Carsharing für alle finanziell interessant ist, die weniger als 12.000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto fahren. "Wer 6.000 Kilometer pro Jahr fährt, zahlt pro Monat mit eigenem Pkw (VW Polo, Benzin) 543 Euro, mit Carsharing aber nur 294 Euro Bei 10.000 Kilometer kostet der eigene VW-Polo monatlich 574 Euro, Carsharing nur 488 Euro", so der Club.
Beim Carsharing teilen sich mehrere Autofahrer ein der Carsharing-Organisation gehörendes Auto, das meist auf angemieteten Parkplätzen über eine Stadt verteilt steht.
(APA)